temperamentvoll

GrammatikAdjektiv
Worttrennungtem-pe-ra-ment-voll
WortzerlegungTemperament-voll
eWDG, 1976

Bedeutung

voll Temperament, lebhaft
Beispiele:
eine temperamentvolle Frau, Rede
ein temperamentvoller Tanz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Temperament · temperamentvoll · temperamentlos
Temperament n. individuelle Veranlagung des Menschen, die sich in der Art seines Verhaltens, seines Reagierens auf Reize äußert, auch ‘Gemütsart’ und vielfach ‘Lebhaftigkeit, Schwung’. Lat. temperāmentum ‘das richtige Verhältnis gemischter Dinge, die gehörige Mischung, das rechte Maß, Mäßigung’, gebildet zu lat. temperāre ‘das rechte Maß beobachten, mäßig sein, in das gehörige Maß, Verhältnis bringen, mischen’, wird zunächst (1. Hälfte 16. Jh.) im Sinne von ‘richtiges Mischungsverhältnis’ (von Kräutern), ‘ausgleichendes Heilmittel’ in die Sprache der Pharmazie entlehnt, danach auf das ‘Mischungsverhältnis der menschlichen Körpersäfte’ (im Sinne der antiken Temperamentenlehre) übertragen (2. Hälfte 16. Jh.). Daraus entwickelt sich (etwa 18. Jh.) die heutige Bedeutung. temperamentvoll Adj. ‘lebhaft, schwungvoll, feurig, spritzig’ (Anfang 20. Jh.). temperamentlos Adj. ‘schwunglos, träge, lahm’ (1. Hälfte 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
emotional erregt · ↗heißblütig · ↗leidenschaftlich · mit Verzückung · temperamentvoll · ↗ungestüm · voller Leidenschaft  ●  ↗feurig  ugs. · ↗hitzig  ugs.
Synonymgruppe
impulsiv · ↗lebhaft · temperamentvoll
Assoziationen
Synonymgruppe
prickelnd · ↗schmissig · ↗schnittig · ↗spritzig · sprühend · temperamentvoll
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Französin Gestik Hengst Italienerin Politikerin Rheinländer Spanierin Sängerin Südländer anfeuern charmant eigenwillig engagiert geistreich geschrieben ideenreich impulsiv lautstark lebenslustig leidenschaftlich quirlig spritzig streitbar streitlustig temporeich ungeduldig vital vorgetragen witzig zierlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›temperamentvoll‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schuld daran hatte für die temperamentvolle Frau offenbar das Haus.
Bild, 13.10.1999
In letzter Zeit ist es stiller geworden um die temperamentvolle Frau.
Der Tagesspiegel, 13.08.1998
Er sei zwar sehr temperamentvoll in der Diskussion gewesen; immerhin hätte man aber über diese Frage mit ihm reden können.
Nr. 109: Gespräch Kohl mit Bush vom 3. Dezember 1989. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 22405
Bei manchen tropischen Formen scheint es hier etwas temperamentvoller zuzugehen.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 122
Seine Musik ist temperamentvoll, expressiv, farbenreich, pathetisch, manchmal auch schwermütig, sentimental und erotisch.
Stantschewa-Braschowanowa, Lada: Wladigerov. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1968], S. 41495
Zitationshilfe
„temperamentvoll“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/temperamentvoll>, abgerufen am 23.09.2019.

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