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textil

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung tex-til
Wortbildung  mit ›textil‹ als Erstglied: Textilfaser  ·  mit ›textil‹ als Grundform: Textil  ·  formal verwandt mit: Textilie
Herkunft zu textilislat ‘gewebt, gewirkt’ < texerelat ‘weben, flechten, zusammenfügend verfertigen, bauen, errichten’
eWDG

Bedeutung

Textilindustrie Arbeitsvorgänge, Erzeugnisse betreffend, die mit verspinnbarem oder gesponnenem Material zusammenhängen
Beispiele:
textiler Faserstoff, Rohstoff
textile Flächengebilde
ein textiler Fußbodenbelag
Fasern textil verarbeiten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

textil · Textilien
textil Adj. ‘die Technik oder Industrie des Webens und Wirkens betreffend bzw. dazu gehörend, aus verspinnbarem Material hergestellt, gewebt, gewirkt’, Anfang 19. Jh., wohl unter Einfluß von älterem gleichbed. frz. und engl. textile, entlehnt aus lat. textilis ‘gewebt, gewirkt’, einer Ableitung von lat. texere (s. Text). Häufig als Bestimmungswort in Zusammensetzungen wie Textilindustrie, -erzeugnis, -kaufmann. Textilien Plur. Sammelbezeichnung für aus verspinnbaren Fasern hergestellte Erzeugnisse (1. Hälfte 20. Jh.), nach lat. textilia Plur. ‘gewirkte Kleidungsstücke’, zu textile ‘Gewebe, Zeug, Tuch, Leinwand’, substantiviertem Neutr. von lat. textilis Adj. (s. oben).

Typische Verbindungen zu ›textil‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›textil‹.

Verwendungsbeispiele für ›textil‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch so fantastisch die neuen textilen Materialien auch sind, man kann sie erst nutzen, wenn man sie verbinden, also fügen kann. [Die Zeit, 04.07.2011, Nr. 27]
Ohne China hat die Welt, auch die textile Welt, stagniert. [Die Zeit, 27.12.2010 (online)]
Vor allem aber verstand es Kohl, Politik auch textil auszustaffieren. [Die Zeit, 10.03.2008, Nr. 11]
Der „Roman“ vom Glas wäre nicht vollständig, wenn nicht auch der textilen Verarbeitung gedacht würde. [Die Zeit, 08.12.1949, Nr. 49]
Im Barock konnten Steininkrustationen (im Wechsel mit gemalten Flächen) neben textiler Wandbespannung das G. ablösen. [o. A.: Lexikon der Kunst - G. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 1779]
Zitationshilfe
„textil“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/textil>.

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