ticken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungti-cken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›ticken‹ als Letztglied: ↗austicken · ↗weiterticken
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
in (schneller) gleichmäßiger Aufeinanderfolge einen kurzen, hellen (metallisch klingenden) Ton hören lassen
b)
ein tickendes Geräusch verursachen
2.
umgangssprachlich denken und handeln
3.
salopp begreifen, verstehen
4.
selten tippen
5.
Jargon zusammenschlagen (u. berauben)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ticken · Ticktack
ticken Vb. ‘den Laut tick hervorbringen, kurze, helle, schnell und regelmäßig aufeinanderfolgende Geräusche von sich geben’ (18. Jh.), eine lautnachahmende Bildung. Vgl. das Schallwort tick und erweitertes ticktack vom taktmäßigen Schlage des Uhrpendels und von ähnlich klingenden Schlägen (1700), auch substantiviert Ticktack n. f. ‘Pendel, Uhr’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(irgendwie) eingestellt sein · Einstellung haben · denken und handeln  ●  (irgendwie) gepolt sein  ugs. · drauf sein  ugs. · ticken  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
klicken · ↗klickern · tickeln · ticken · ↗tickern
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

BILD-Glücksuhr Bombe Eieruhr Einheitenzähler Fernschreiber Gebührenzähler Geigerzähler Glücksuhr Kuckucksuhr Küchenuhr Lebensuhr Metronom Schuldenuhr Standuhr Uhr Uhrwerk Wanduhr Wecker Zeiger Zeitbombe Zeitzünder Zinsuhr anders lauter synchron ticken unaufhörlich unerbittlich vernehmlich weiterticken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ticken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier schlägt man wohl gerne zu, da die biologische Uhr tickt wie bei jedem von uns.
Die Welt, 15.11.2003
Die biologische Uhr der Frau tickt auf das Ende zu.
Die Zeit, 16.12.1999, Nr. 51
In dem kleinen dunkelgrauen Zimmer hörte man nur die große, alte Uhr langsam hin und her ticken.
Scheerbart, Paul: Immer mutig! In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1902], S. 4595
Alle sahen ihn an, der Regulator an der Wand tickte unerhört laut, dann hörte er Kinder auf der Straße rufen.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 57
Aber der Schritt tickt immer gleich nah und gleich fern.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 476
Zitationshilfe
„ticken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ticken>, abgerufen am 20.10.2019.

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