tiefgebeugt

Alternative Schreibungtief gebeugt
GrammatikAdjektiv
Worttrennungtief-ge-beugt · tief ge-beugt
formal verwandt mitbeugen
Rechtschreibregeln§ 36 (2.2)
eWDG, 1976

Bedeutung

weit nach unten gebeugt
Beispiel:
tiefgebeugt unter einer Last gehen
übertragen von schwerem Leid erschüttert, gezeichnet
Beispiel:
alle kondolierten der tiefgebeugten Mutter

Verwendungsbeispiele für ›tiefgebeugt‹, ›tief gebeugt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit tiefgebeugtem Nacken, des Schlages gewärtig, saß sie eine ganze lange Zeit.
Frapan, Ilse: Arbeit. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 5458
Tiefgebeugt stand er, die Flöte nach unten gerichtet, als wäre sein Lied eine Botschaft an die Erde und ihre Bewohner.
Die Zeit, 02.03.2000, Nr. 10
Mit tiefgebeugtem Kopf, stark vorgezogenen Schultern, mit auf dem Tisch verschlungenen Händen, hockt er in seltsam unbequemer Haltung und scheinbar eherner Gleichgültigkeit.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8940
Die winzige, tiefgebeugte Frau im weißen Sari mit schmalen Streifen - dem Gewand der Unberührbaren - war die meistphotographierte Nonne der Welt.
Die Zeit, 12.09.1997, Nr. 38
Vom grünlich schimmernden Horizont hoben sich schwarz und scharf die Stämme der tiefgebeugten Palmen ab mit ihren zerzausten Kronen.
Löhndorff, Ernst Friedrich: Südwest-Nordost, Bremen: Schünemann 1936 [1936], S. 380
Zitationshilfe
„tiefgebeugt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tiefgebeugt>, abgerufen am 10.04.2020.

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