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tiefgreifend

Alternative Schreibung tief greifend
Grammatik Adjektiv
Aussprache [ˈtiːfgʀaɪ̯fn̩t]
Worttrennung tief-grei-fend ● tief grei-fend
Wortzerlegung tief greifen -end2
Rechtschreibregel § 36 (2.2)
eWDG

Bedeutungen

1.
weit nach unten, innen reichend
Beispiel:
eine tiefgreifende Erwärmung des Körperinnern durch hochfrequente Wechselströme zu Heilzwecken
2.
sehr stark, intensiv (wirkend)
Beispiele:
eine tiefgreifende Krise, Veränderung, Umgestaltung, Verbesserung
tiefgreifende Folgen
eine tiefgreifende Unruhe erfüllt jmdn.
etw. tiefgreifend beeinflussen, verändern
3.
einem Problem auf den Grund gehend, gründlich, nicht oberflächlich
Beispiele:
eine tiefgreifende Debatte
etw. umfassend und tiefgreifend erörtern

Thesaurus

Synonymgruppe
drastisch · durchschlagend · effektiv · effizient · einschneidend · leistungsfähig · rationell · schlagkräftig · tiefgreifend · wirksam · wirkungsvoll · überzeugend  ●  mit hohem Wirkungsgrad  fachspr. · verlustarm  fachspr. · verlustfrei  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
tiefgreifend · tiefgründig · weitreichend
Synonymgruppe
ernst · ernst zu nehmen · ernstlich · folgenschwer · gravierend · groß · massiv · schwer wiegend · schwerwiegend · tiefgreifend · von großer Tragweite · weitreichend · wichtig
Synonymgruppe
alles Bekannte niederreißend · durchschlagend · einschneidend · tiefgreifend  ●  drastisch  Hauptform

Typische Verbindungen zu ›tiefgreifend‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tiefgreifend‹.

Verwendungsbeispiele für ›tiefgreifend‹, ›tief greifend‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine tiefgreifende Veränderung erfuhr der Begriff T. durch die Anwendung auf schriftlich fixierte Gesetze. [Rendtorff, R.: Tora. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 35469]
Viele hielten jedoch den Zeitpunkt für tiefgreifende Änderungen noch nicht für gekommen. [Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7014]
Wir werden sie im eigenen Lande nicht beheben können, wenn wir nicht helfen, die tiefgreifenden wirtschaftlichen Störungen in anderen Ländern zu beseitigen. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1975]]
Es bedarf der tiefgreifenden Revolution unseres gesamten veralteten wirtschaftlichen Apparats. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1940]]
Darin tritt die tiefgreifende Wirkung, die Amos geübt hat, deutlich zutage. [Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. II,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1893], S. 15160]
Zitationshilfe
„tiefgreifend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tiefgreifend>.

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