tiefinner

GrammatikAdjektiv · nicht prädikativ, Superlativ: am tiefinnersten, Komparativ ungebräuchlich
Aussprache[ˈtiːfʔɪnɐ]
Worttrennungtief-in-ner
Wortzerlegungtiefinner
eWDG, 1976

Bedeutung

in der Gedankenwelt und Gefühlswelt vor sich gehend, verborgen
Beispiele:
ein tiefinneres Bedürfnis
tiefinnere Gründe
jmds. tiefinnere Heiterkeit, tiefinnerste Überzeugung, Gedanken
Marie ... wartete, ob sein tiefinneres Schluchzen nicht ausbräche [H. Mann5,301]

Typische Verbindungen zu ›tiefinner‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tiefinner‹.

Verwendungsbeispiele für ›tiefinner‹

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Aus diesen tiefinneren weltanschaulichen Überzeugungen wolle das nationalsozialistische Deutschland den Frieden.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1935]
Sie weiß um die tiefinnere Kälte den privaten Erfahrungen gegenüber als dem Rohstoff, aus dem sich das Werk formt.
Süddeutsche Zeitung, 12.02.1994
Ihre moralische Noblesse, jenes "tiefinnere Bekenntnis zur Vorstellung des Guten", sei am Ende.
Süddeutsche Zeitung, 15.07.2000
Freilich - und darin offenbart sich die tiefinnere Verwandtschaft mit dem anderen spaltsinnigen Charaktertyp - wird er niemals mit dem Erreichten zufrieden sein.
Venzmer, Gerhard: Körpergestalt und Seelenanlage, Stuttgart: Franckh 1930, S. 36
Ich habe nach wie vor tiefinnere Abneigung gegen Zion.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1949. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1949], S. 1000
Zitationshilfe
„tiefinner“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tiefinner>, abgerufen am 10.04.2020.

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