Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

tiefstapeln

Grammatik Verb · stapelt tief, stapelte tief, hat tiefgestapelt
Nebenform tiefstapeln · Verb · tiefstapelt, tiefstapelte
Aussprache 
Worttrennung tief-sta-peln
Wortzerlegung tief stapeln
Wortbildung  mit ›tiefstapeln‹ als Erstglied: Tiefstapelei · Tiefstapler
eWDG

Bedeutung

etw., besonders die eigenen Kenntnisse, Verdienste, das eigene Vermögen, bewusst zu gering veranschlagen
Beispiel:
daß die Staatsmacht [die BRD], indem sie sich darauf beschränkte, den Angeklagten lediglich Sachbeschädigung und groben Unfug und nicht Brandstiftung zur Last zu legen […] auf eine überraschende Weise tiefstapelte [ BöllDienstfahrt13]

Verwendungsbeispiele für ›tiefstapeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als Trainer muss er tiefstapeln, kritisch bleiben, immer an Verbesserungen denken. [Der Tagesspiegel, 13.04.2001]
Ich will nicht tiefstapeln, sehe die Profis aber jeden Tag am Ball. [Bild, 20.12.2003]
So klingt es eher treuherzig tiefstapelnd, wenn Peter erklärt, er mache das nur zur „Freizeitgestaltung“. [Die Zeit, 20.05.1994, Nr. 21]
Das ist sachlich richtig, aber etwas tiefgestapelt, wie der Beifall der Börse deutlich gezeigt hat. [Die Zeit, 16.04.1965, Nr. 16]
Während Doll tiefstapelte, trauten sich einige seiner Profis nach dem siebten Sieg im elften Spiel aus der Deckung. [Die Welt, 31.10.2005]
Zitationshilfe
„tiefstapeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tiefstapeln>.

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