titanisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungti-ta-nisch (computergeneriert)
GrundformTitan1
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Titan1 · titanisch · Titan2
Titan1 m. ‘Riesengestalt, Geistesgröße, bedeutender Mensch (in seinem Fachgebiet)’ (19. Jh.), eigentlich (in der griechischen Mythologie) Angehöriger eines gegen Zeus kämpfenden riesenhaften Göttergeschlechts (Titanen Plur., 16. Jh.), nach lat. Titānus, griech. Títanos (Τίτανος). titanisch Adj. ‘vom Geschlecht der Titanen’ (16. Jh.), ‘riesenhaft, gewaltig’ (18. Jh.). Titan2 n. hartes, glänzendes Metall. Der deutsche Chemiker Klaproth nennt (1795) dieses Element Titan, ohne besonderen Grund einen Ausdruck aus der griechischen Mythologie (s. oben) aufgreifend, doch damit dem Muster der von ihm zuvor gewählten Bezeichnung ↗Uran (s. d.) folgend.

Thesaurus

Synonymgruppe
astronomisch · ↗enorm · ↗gewaltig · ↗gigantisch · ↗immens · ↗kolossal · ↗monströs · ↗monumental · ↗mächtig · ↗riesengroß · ↗riesenhaft · titanisch · ↗unermesslich · ↗ungeheuer · ungeheuer groß · von ungeheurer Größe · ↗überdimensional · ↗überdimensioniert  ●  Herkules...  fig. · Mammut...  fig. · ↗aberwitzig  fig. · ↗riesig  Hauptform · ↗formidabel  geh. · ↗immensurabel  geh.
Assoziationen
  • (die) menschliche Vorstellungskraft übersteigen · (etwas) kann man sich nicht vorstellen · außerhalb des (menschlichen) Vorstellungsvermögens liegen · kaum vorstellbar (sein)
  • (ein) Trumm (von) · ↗Brocken · ↗Kaventsmann · Monster... · ↗Monstrum · Riesen... · großes Ding  ●  dicker Brummer  fig. · (ein) Ungetüm (von)  ugs. · ↗Apparillo  ugs., rheinisch · Mordsteil  ugs. · Oschi  ugs. · ↗Riesending  ugs. · ↗Riesenteil  ugs. · dickes Ding  ugs. · fettes Teil  ugs., jugendsprachlich · Ömmel  ugs. · Ömmes  ugs. · Öschi  ugs.
  • Gigantismus · ↗Gigantomanie · ↗Monumentalismus  ●  Kolossalismus  selten

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anstrengung Aufgabe Ausmaß Bemühen Kampf Kraft Ringen Unterfangen Wille Zeitalter geradezu

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›titanisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele schreiben dem Manne ein fast schon titanisches Format zu.
Die Zeit, 20.01.1997, Nr. 03
Der Kampf ist titanisch, und die Opfer werden groß sein, aber durch Opfer und Leiden wird der Sieg errungen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1960]
Dieses billige Imponieren hat in einer Zeit heroischer Taten und wirklich titanischer Willensmenschen gar keinen Platz mehr.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3096
Dennoch findet er die Kraft, mit titanischem Schöpferdrang seit 1826 das Bibliographische Institut so aufzubauen, daß es allen Stürmen trotzen kann.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1928, S. 953
Ich habe mir einmal erlaubt, die neuzeitliche, schon im späten Mittelalter beginnende europäische Kulturentwicklung »titanisch« zu nennen.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 118
Zitationshilfe
„titanisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/titanisch>, abgerufen am 13.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Titanenkraft
titanenhaft
Titane
Titan
Tissuepapier
Titanit
Titel
Titelanwärter
Titelauflage
Titelaufnahme