titschen

GrammatikVerb
Worttrennungtit-schen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›titschen‹ als Letztglied: ↗eintitschen
eWDG, 1976

Bedeutung

ostmitteldeutsch etw. in eine Flüssigkeit eintauchen
Beispiel:
Sophie titschte Napfkuchen in ihren Kaffee [RauchfußSchles. Himmelreich302]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

titschen · Titsche
titschen Vb. auch tütschen, ditschen, (omd.) ‘(ein)tauchen, (ein)tunken’, (rhein.) ‘anstoßen, aufprallen’ (16. Jh.), ablautend neben lautmalendem ↗tatschen (s. d.). Titsche f. auch Tütsche, Ditsche, ‘Tunke, Soße’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
leicht stoßen (gegen)  ●  antitschen  ugs., regional · titschen (gegen)  ugs., regional

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ball auf

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›titschen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Ball kommt von rechts, titscht auf, ich treffe ihn nicht richtig, er fliegt in hohem Bogen in die Luft.
Die Zeit, 26.05.2009, Nr. 14
Mein Kopfball flog an den Außenpfosten und titschte dann so gerade über die Torauslinie.
Der Tagesspiegel, 01.05.2001
Dieter Bohlen titscht seiner Freundin Estefania eine und schickt sie weinend zu Kerner - der ist aber gerade nicht da!
Bild, 20.10.2001
Auf dem nassen Boden titscht der Ball vor Englands Schussmann David Seaman auf und springt ins Tor.
Die Zeit, 28.06.2010, Nr. 26
Vom anvisierten Zielfeld titscht der Ball unter einer Abweichungsschablone umher und bleibt direkt vor einem Reaver liegen.
Süddeutsche Zeitung, 10.05.2003
Zitationshilfe
„titschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/titschen>, abgerufen am 17.11.2019.

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