totschlagen

Alternative Schreibungtot schlagen
GrammatikVerb
Worttrennungtot-schla-gen ● tot schla-gen
Wortzerlegungtotschlagen
Rechtschreibregeln§ 34 (2.1)
Wortbildung mit ›totschlagen‹ als Erstglied: ↗Totschläger

Bedeutungsübersicht+

  1. jmdn. erschlagen
    1. [umgangssprachlich, bildlich] ...
    2. ⟨etw. schlägt etw. tot⟩
eWDG, 1976

Bedeutung

jmdn. erschlagen
Beispiel:
jmdn. im Streit, mit einem Hammer totschlagen
umgangssprachlich, bildlich
Beispiele:
die Zeit totschlagen (= vergeuden)
sein Gewissen totschlagen (= betäuben)
du kannst mich totschlagen, ich weiß davon nichts (= ich weiß bestimmt nichts davon)
dafür lasse ich mich totschlagen (= das ist ganz gewiss)
etw. schlägt etw. tot (= etw. übertrifft etw.)
Beispiele:
dieses neue Fabrikat muss alles bisher Dagewesene totschlagen
Dieses Aroma schlug alles tot, was in der Halle […] geraucht worden war [BöllBillard30]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) den Schädel einschlagen · ↗(jemanden) totprügeln · (jemanden) totschlagen  ●  ↗(jemanden) erschlagen  Hauptform
Oberbegriffe
  • (jemandem) (den) Lebensfaden abschneiden · ↗auslöschen · ↗ermorden · ins Jenseits befördern · ↗killen · ↗meucheln · tot... · ↗umbringen · ums Leben bringen · zum Schweigen bringen · zur Strecke bringen  ●  (jemandem) das Lebenslicht auslöschen  fig., variabel · ↗töten (absichtlich)  Hauptform · (jemandem) den Garaus machen  ugs. · ↗abmurksen  ugs. · ↗abservieren  ugs., salopp · ↗ausknipsen  ugs., fig., salopp · ↗entleiben  geh. · in die ewigen Jagdgründe schicken  ugs. · ins Gras beißen lassen  ugs., fig. · ins Nirwana befördern  ugs. · ↗kaltmachen  ugs. · ↗totmachen  ugs. · um die Ecke bringen  ugs. · ↗umlegen  ugs. · vom Leben zum Tode befördern  geh. · über die Klinge springen lassen  ugs., fig.

Verwendungsbeispiele für ›totschlagen‹, ›tot schlagen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Sohn habe sofort gestanden, den Vater totgeschlagen zu haben.
Der Tagesspiegel, 16.01.2003
Ich hatte nie die geringsten Probleme, ihn zu baden, und er hat nie Hand an mich gelegt, obwohl er versucht hat, ein paar Ärzte totzuschlagen.
Die Zeit, 20.05.1998, Nr. 22
Und wenn der Mann die Frau halb totschlägt, das ist nicht schlimm.
Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 82
Doch nun wollte Traugott nicht, er hatte keine Lust, mit totgeschlagen zu werden.
Welk, Ehm: Die Heiden von Kummerow, Rostock: Hirnstorff 1978 [1937], S. 229
Wenn ich nur einen Stock gehabt hätte, dann würde ich Schlossarek sofort totgeschlagen haben.
Friedländer, Hugo: Massenmörder Hugo Schenk und Genossen vor einem Wiener Ausnahmegerichtshof. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 29045
Zitationshilfe
„totschlagen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/totschlagen>, abgerufen am 04.04.2020.

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