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trächtig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung träch-tig
Wortbildung  mit ›trächtig‹ als Erstglied: Trächtigkeit  ·  mit ›trächtig‹ als Letztglied: hochträchtig  ·  mit ›trächtig‹ als Grundform: -trächtig
eWDG

Bedeutung

Beispiele:
ein Tier ist trächtig (= bekommt ein Junges, Junge)
eine trächtige Kuh, Stute
die Katze ist trächtig
bildlich
Beispiele:
Der ganze Schiffsraum … trächtig (= vollgestopft) von Waren [ TralowNeuhoff310]
gehobentief, schwer und trächtig (= regenschwer) hing der dunkelgraue Himmel hernieder [ Th. MannBuddenbrooks1,251]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tracht · trächtig
Tracht f. ‘traditionelle Kleidung einer Volks-, Berufsgruppe, Menge, Last, die einer trägt, Traglast’, in der Imkerei ‘der von der Biene eingetragene Honig, Pollen usw.’, in der Landwirtschaft ‘(Feld)frucht, Stellung einer Fruchtart in der Anbaufolge (und deren Ertrag), Fruchtfolge im Gemüsebau’, ahd. trahta ‘aufgetragene Speise, Gericht’ (9. Jh.), mhd. traht(e), auch ‘Traglast, Schwangerschaft’, mnd. mnl. nl. dracht. Das nur im Dt. und Nl. begegnende Substantiv ist Verbalabstraktum zu dem unter tragen (s. d.) behandelten Verb und bedeutet ursprünglich ganz allgemein ‘das Tragen, das Getragenwerden, was getragen wird’, z. B. ‘das Herbei- bzw. Aufgetragene, Speise, Mahlzeit’ (nach dem 19. Jh. kaum noch üblich; doch vgl. eine Tracht Schläge, Prügel, eigentlich ‘ein Gericht Prügel’, 17. Jh.), ‘das Tragen der Leibesfrucht, Schwangerschaft’ (heute noch mundartlich), ‘Traglast’ (vgl. Tracht Wasser, Holz), besonders ‘was als Kleidung, Kopfbedeckung und Schuhwerk am Körper getragen wird, Art und Weise, seine Kleider zu tragen, sein Haar zu ordnen’ (seit Ende 15. Jh.). Mit der Vorstellung des Althergebrachten wird Tracht zum Fachwort der Volkskunde und bezeichnet die überlieferte Kleidung einer Gruppe, eines Volkes, einer Nation (Heimat-, Volks-, Nationaltracht) sowie bestimmter Berufe (Bauern-, Bergmanns-, Schwestern-, Amts-, Berufstracht). Bis ins 18. Jh. gilt Tracht auch für das ‘Soldatenkleid’, danach durch Uniform (s. d.) mehr und mehr verdrängt. trächtig Adj. ‘(Leibesfrucht) tragend, schwanger’ (von Säugetieren), spätmhd. trehtec, trehtic.

Typische Verbindungen zu ›trächtig‹ (berechnet)

Bergziege Färse Kuh Luchsin Maus Ratte Reh Rind Sau Schaf Stute Tier Weibchen Ziege geschichts

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›trächtig‹.

Verwendungsbeispiele für ›trächtig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Erfahrung unserer Agenten beschränkt sich wohl auf trächtige Haustiere. [Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 273]
Auch läßt sich nur schwer feststellen, wann ein Tier trächtig geworden ist. [Die Zeit, 08.04.1998, Nr. 16]
Obendrein sind ihm innerhalb von drei Monaten zwei trächtige Kühe gestorben. [Die Zeit, 22.04.1977, Nr. 17]
Die 23 Kühe kalben alleine und werden früher wieder trächtig. [Der Tagesspiegel, 08.01.2001]
Unklar ist noch, ob die 60 trächtigen Kühe, die im Juni Kälber gebären sollen, jetzt getötet werden müssen. [Die Welt, 04.05.2001]
Zitationshilfe
„trächtig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tr%C3%A4chtig>.

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