trächtig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungträch-tig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›trächtig‹ als Erstglied: ↗Trächtigkeit  ·  mit ›trächtig‹ als Letztglied: ↗hochträchtig  ·  mit ›trächtig‹ als Grundform: ↗-trächtig
eWDG, 1976

Bedeutung

Beispiele:
ein Tier ist trächtig (= bekommt ein Junges, Junge)
eine trächtige Kuh, Stute
die Katze ist trächtig
bildlich
Beispiele:
Der ganze Schiffsraum ... trächtig (= vollgestopft) von Waren [TralowNeuhoff310]
gehoben tief, schwer und trächtig (= regenschwer) hing der dunkelgraue Himmel hernieder [Th. MannBuddenbrooks1,251]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tracht · trächtig
Tracht f. ‘traditionelle Kleidung einer Volks-, Berufsgruppe, Menge, Last, die einer trägt, Traglast’, in der Imkerei ‘der von der Biene eingetragene Honig, Pollen usw.’, in der Landwirtschaft ‘(Feld)frucht, Stellung einer Fruchtart in der Anbaufolge (und deren Ertrag), Fruchtfolge im Gemüsebau’, ahd. trahta ‘aufgetragene Speise, Gericht’ (9. Jh.), mhd. traht(e), auch ‘Traglast, Schwangerschaft’, mnd. mnl. nl. dracht. Das nur im Dt. und Nl. begegnende Substantiv ist Verbalabstraktum zu dem unter ↗tragen (s. d.) behandelten Verb und bedeutet ursprünglich ganz allgemein ‘das Tragen, das Getragenwerden, was getragen wird’, z. B. ‘das Herbei- bzw. Aufgetragene, Speise, Mahlzeit’ (nach dem 19. Jh. kaum noch üblich; doch vgl. eine Tracht Schläge, Prügel, eigentlich ‘ein Gericht Prügel’, 17. Jh.), ‘das Tragen der Leibesfrucht, Schwangerschaft’ (heute noch mundartlich), ‘Traglast’ (vgl. Tracht Wasser, Holz), besonders ‘was als Kleidung, Kopfbedeckung und Schuhwerk am Körper getragen wird, Art und Weise, seine Kleider zu tragen, sein Haar zu ordnen’ (seit Ende 15. Jh.). Mit der Vorstellung des Althergebrachten wird Tracht zum Fachwort der Volkskunde und bezeichnet die überlieferte Kleidung einer Gruppe, eines Volkes, einer Nation (Heimat-, Volks-, Nationaltracht) sowie bestimmter Berufe (Bauern-, Bergmanns-, Schwestern-, Amts-, Berufstracht). Bis ins 18. Jh. gilt Tracht auch für das ‘Soldatenkleid’, danach durch ↗Uniform (s. d.) mehr und mehr verdrängt. trächtig Adj. ‘(Leibesfrucht) tragend, schwanger’ (von Säugetieren), spätmhd. trehtec, trehtic.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Elefantenkuh Hirschkuh Häsin Hündin Kuh Maus Muttertier Mäuseweibchen Nashornkuh Ratte Reh Rind Sau Schaf Stute Tier Weib

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›trächtig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Erfahrung unserer Agenten beschränkt sich wohl auf trächtige Haustiere.
Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 273
Auch läßt sich nur schwer feststellen, wann ein Tier trächtig geworden ist.
Die Zeit, 08.04.1998, Nr. 16
Die 23 Kühe kalben alleine und werden früher wieder trächtig.
Der Tagesspiegel, 08.01.2001
Die älteren Weibchen sind noch vom vergangenen Jahr trächtig und werfen zunächst die damals empfangenen Jungen.
Natzmer, Gert von: Tierstaaten und Tiergesellschaften, Berlin: Safari-Verl. 1967, S. 160
Und ob sie trächtig seien oder ob die Paula oder Mietzel etwa leer geblieben sei, verlangte ihn zu wissen.
Plievier, Theodor: Stalingrad, München u. a.: Desch 1973 [1946], S. 55
Zitationshilfe
„trächtig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/trächtig>, abgerufen am 19.03.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Trachtenverein
Trachtenstaat
Trachtenlook
Trachtenkostüm
Trachtenkleid
Trächtigkeit
Trachtler
Trachtpflanze
Trachyt
Track