träge

GrammatikAdjektiv
Worttrennungträ-ge (computergeneriert)
Wortbildung mit ›träge‹ als Letztglied: ↗geistesträg · ↗geistesträge
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

Synonym zu träg
Beispiel:
Das schwere Bier stimmte uns träge und friedlich [HartungWunderkinder77]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

träge · Trägheit
träge Adj. ‘lustlos und ohne Schwung (sich bewegend), schwerfällig’, ahd. trāgi (8. Jh.), mhd. træge, (md.) trāge, asächs. trāg, mnd. trāch, mnl. trāghe, traech, nl. traag ‘träge’, d. h. ‘von langsamer, mühsamer Bewegung des Körpers und des Geistes’, semantisch abweichend aengl. trāg ‘übel, schlecht’, dazu ablautend anord. tregr ‘unwillig, langsam’, aengl. trega ‘Unglück, Elend, Kummer’, anord. tregi ‘Sorge, Kummer, Hindernis’, got. trigō ‘Trauer’, ferner asächs. tregan ‘leid sein’, mnl. tregen ‘verdrießen, träge werden, träge machen’, aengl. tregian, anord. trega ‘betrüben’. Falls sich, wenngleich unsicher, lit. drìžti ‘fürchten, erschrecken, schüchtern sein, elend, schwach werden’, drìžinti ‘schwächen, elend machen’ heranziehen läßt, kann ie. *dreg̑h- ‘unwillig, verdrossen’, vielleicht ursprünglicher ‘schlaff, zähe sein’ (?) als Ausgangsform vermutet werden. Trägheit f. ‘Langsamkeit, Schwerfälligkeit’, ahd. trāgheit (um 1000), mhd. trācheit, trākeit.

Thesaurus

Synonymgruppe
bequem · ↗faul · ↗müßig · ↗passiv · ↗phlegmatisch · ↗tatenlos · träge · ↗untätig  ●  ↗pomadig  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
apathisch · ↗lethargisch · ↗passiv · ↗phlegmatisch · ↗schwerfällig · ↗teilnahmslos · träge  ●  ↗indolent  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
behäbig · ↗lahm · ↗langsam · ↗schleppend · ↗schwerfällig · träge  ●  ↗bummelig  ugs. · ↗lahmarschig  derb · ↗tranig  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
antriebslos · ↗gleichgültig · ↗halbherzig · ↗lustlos · ohne Antrieb · ohne Elan · ohne Energie · ohne Interesse · ↗schwunglos · träge
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bildaufbau Verdauung blinzeln dahinfließen dahinfließend dahinplätschern dahinschleppen dahinziehen dösen dümpeln faul fett fließend geworden lustlos plätschern pomadig reagierend räkeln satt schaukeln schlapp schläfrig schlängeln schwappen schwerfällig selbstzufrieden unbeweglich unflexibel wälzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›träge‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich schlendere träge durch die Straßen, fröhlich rauchend, und weiß, dass mich Den Haag nicht kriegen wird.
Die Zeit, 21.01.2013, Nr. 03
Das System ist träge, aber wenn die Entwicklung erst einmal in Gang gekommen ist, lässt sie sich nur schwer aufhalten.
Süddeutsche Zeitung, 23.07.2002
Die Nacht ließ das träge Meer wie schwarzes Öl aussehen.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 260
Schließlich konnte nur sie das träge Chaos, das sie hervorgebracht hatte, auch einigermaßen in Ordnung halten.
Arendt, Hannah: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Frankfurt a. M.: Europäische Verl.-Anst. 1957 [1955], S. 366
Bei Tage wollte niemand etwas gesehen haben, die Stadt war wie gewöhnlich tot, leer, träge.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 97
Zitationshilfe
„träge“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/träge>, abgerufen am 15.10.2019.

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