tränken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungträn-ken
Wortbildung mit ›tränken‹ als Erstglied: ↗Tränkeimer · ↗Tränkrinne  ·  mit ›tränken‹ als Letztglied: ↗durchtränken · ↗eintränken · ↗ertränken
 ·  formal verwandt mit: ↗blutgetränkt · ↗chloroformgetränkt · ↗teergetränkt · ↗ölgetränkt

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Tieren zu trinken geben, Tiere trinken lassen
    1. [gehoben, veraltend] vom Menschen; ...
  2. 2. ⟨etw. mit einer Flüssigkeit tränken⟩ etw. zu einem bestimmten Zweck nass machen, mit einer Flüssigkeit sättigen
    1. [bildlich] ...
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Tieren zu trinken geben, Tiere trinken lassen
Beispiel:
die Pferde, das Vieh tränken
gehoben, veraltend vom Menschen
Beispiel:
Sie speiste und tränkte ihn [G. KellerAmrain6,184]
2.
etw. mit einer Flüssigkeit tränkenetw. zu einem bestimmten Zweck nass machen, mit einer Flüssigkeit sättigen
Beispiele:
einen Lappen mit einem Reinigungsmittel tränken
Segeltuch mit Öl tränken
jmdm. ein mit essigsaurer Tonerde getränktes Tuch auflegen
gehobendie Erde, der Rasen war vom Regen getränkt
die Bretter [rochen] nach dem Öl, mit dem sie getränkt waren [H. W. RichterSpuren352]
bildlich
Beispiele:
die Luft war mit Düften getränkt
Jeder Pflasterstein Roms war mit dem Blut des Volkes getränkt [BrechtCaesar49]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tränken · Tränke · ertränken
tränken Vb. ‘zu trinken geben’, ahd. (9. Jh.), mhd. trenken, asächs. drenkian, mnd. mnl. nl. drenken, aengl. drencan, engl. to drench, anord. drekkja, schwed. dränka (‘ertränken’), got. dragkjan, Kausativum (eigentlich ‘trinken machen, zu trinken geben’) zu dem unter ↗trinken (s. d.) behandelten Verb. Tränke f. ‘Stelle, an der Tiere trinken können’, ahd. trenka (9. Jh.), trenkī (10. Jh.), mhd. trenke. ertränken Vb. ‘zum Ertrinken bringen’, ahd. irtrenken (9. Jh.), mhd. ertrenken.

Typische Verbindungen zu ›tränken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›tränken‹.

Verwendungsbeispiele für ›tränken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber nun tränke ich meinen Wein gerne mal wieder kalt.
Die Zeit, 27.12.2012, Nr. 52
Ich habe immer daran geglaubt ", sagte er - von Kopf bis Fuß mit Sekt getränkt.
Die Welt, 21.04.2005
Sie mußten durch und durch getränkt sein von seinem Geruch.
Süskind, Patrick: Das Parfum, Zürich: Diogenes 1985, S. 165
Und schließlich genügte es nicht, den Tieren das Heu hinzuwerfen, sondern sie mußten auch ausgiebig getränkt werden.
Dominik, Hans: John Workmann der Zeitungsboy, Biberach an d. Riss: Koehler 1954 [1925], S. 182
Und mit Traurigkeit getränkt zog er verstört weiter, zu Direktors.
Spitteler, Carl: Imago, Jena: Diederichs 1910 [1910], S. 184
Zitationshilfe
„tränken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tr%C3%A4nken>, abgerufen am 10.04.2020.

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