träumen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung träu-men
Wortbildung  mit ›träumen‹ als Erstglied: Träumer · Träumerei  ·  mit ›träumen‹ als Letztglied: Geträum · Geträume · austräumen · erträumen · weiterträumen
 ·  mit ›träumen‹ als Grundform: verträumen
eWDG

Bedeutungen

1.
eine Erscheinung, eine Vorstellung während des Schlafes, einen Traum haben
Beispiele:
ich träume selten, jede Nacht
ich habe schlecht, herrlich geträumt
ich habe von meiner Mutter geträumt
umgangssprachlich träume süß! (= Wunsch beim Gutenachtsagen)
du träumst wohl? (= du bist wohl nicht recht bei Sinnen?)
etw. träumenetw. in einem Traum erleben
Beispiele:
etw. Schönes, Furchtbares träumen
ich träumte, ich lebe auf einer einsamen Insel
gehobenmir träumte, es träumte mir, ich lebe auf einer einsamen Insel
das hat sie schon öfters geträumt
ich bin froh, dass ich das nur geträumt habe
2.
sich Wunschvorstellungen, Phantasievorstellungen hingeben
Beispiele:
umgangssprachlicher träumt ins Blaue hinein
er träumte am helllichten Tag, mit offenen Augen
du träumst zu viel
lass das ewige Träumen!
sie saß träumend im Sessel (= sie saß mit ihren Gedanken abwesend im Sessel)
der Fahrer muss geträumt haben (= der Fahrer kann nicht aufgepasst haben)
träum nicht! (= pass auf!)
sich etw. in bestimmter Weise vorstellen
Beispiele:
etw. nicht zu träumen wagen
alles war so, wie ich es mir geträumt hatte
umgangssprachlichdas hätte ich mir nie träumen lassen (= das hätte ich nie gedacht)
von etw. träumensich etw. wünschen, erträumen
Beispiele:
er träumt von schönen Reisen, einem eigenen Haus, einem großen Lottogewinn
er träumt davon, einmal Pilot zu werden
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Traum · träumen · Träumer · träumerisch · verträumen · verträumt
Traum m. ‘im Schlaf auftretende Vorstellung, sehnlicher Wunsch’, ahd. (9. Jh.), mhd. troum, asächs. mnd. drōm, mnl. nl. droom, mengl. drēm, engl. dream, anord. draumr, schwed. dröm setzt germ. *drauma- aus *draugma- ‘nicht wirkliches Bild, Trugbild’ voraus (vgl. ahd. gitrog, asächs. gidrog ‘Erscheinung, Trugbild’), eine Bildung mit dem Suffix ie. -ma- zu ie. *dhreugh- ‘trügen, listig schädigen’ (s. trügen). träumen Vb. ‘einen Traum, Träume haben, sich Wunsch-, Phantasievorstellungen hingeben’, ahd. troumen (um 1000), mhd. troumen, tröumen, mnd. drȫmen, mnl. drōmen, droemen, nl. dromen, engl. to dream, anord. dreyma, schwed. drömma. Träumer m. ‘wer seinen Gedanken, Phantasien nachhängt’, selten ‘wer im Schlaf (häufig) träumt’, ahd. troumāri (11. Jh.), mhd. troumære. träumerisch Adj. ‘in Gedanken versunken, verträumt, versonnen’ (18. Jh.). verträumen Vb. ‘eine Zeit träumend verbringen’ (17. Jh.); oft verträumt Part.adj. ‘träumerisch, versonnen, abseits vom lauten Getriebe, idyllisch’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›träumen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›träumen‹.

Verwendungsbeispiele für ›träumen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er träumte davon, nach Hause zu kommen zu seinen »beiden Mädels«. [Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 131]
Ich träumte heimlich davon, ihn vor aller Augen zu entthronen. [Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 895]
Und so träumt sie von einer wahrhaften Vereinigung erst im Jenseits. [Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 165]
Ihn jedenfalls werden wir nicht vergessen, von ihm werden wir lange noch unheimlich träumen. [Die Zeit, 20.04.2000, Nr. 17]
Wie lange haben Sie vergangene Nacht geschlafen, und was haben Sie geträumt? [Die Zeit, 20.01.2000, Nr. 4]
Zitationshilfe
„träumen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tr%C3%A4umen>.

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