Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

trübrot

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Aussprache  [ˈtʀyːpʀoːt]
Worttrennung trüb-rot
Wortzerlegung trüb rot
eWDG und ZDL

Bedeutung

von einem eher matten und dunklen roten Farbton
siehe auch trübgelb
Beispiele:
der trübrote Schein der Lampe, der MorgensonneWDG
Demetri blickte in die trübroten Augen seines Meisters. [Aro’s Gemach, 23.12.2009, aufgerufen am 01.09.2020]
Am Rand eines oberfränkischen Wäldchens entdeckt Sven Hähle weiße und trübrote Blüten auf dem Boden: Lerchensporn. [Fränkischer Tag, 18.04.2019]
Dann ging er hinaus, setzte sich auf einen Balken, brannte sich eine Zigarette an und starrte lange mit leerem Blick in die Dunkelheit, in die Kälte des Meeres, dahin, wo im Sommer nachts die riesige trübrote Sonnenscheibe den Horizont entlangrollte und wo jetzt immer öfter die blauen Säulen des Nordlichts zitterten, glommen und müde wieder erloschen. [Berliner Zeitung, 26.08.1975]
Noch war ich über der Waldgrenze, als die Sonne hinter bleischweren Wolkenschwaden sich zum Untergang neigte. Sie versilberte ein paar Wolkenränder und übergoss das tief unter mir liegende dunsterfüllte Becken von Sulmona mit trübroter Glut, in der Rauchsäulen und die kiesreichen Bachbette aufleuchteten. [Jahrbuch des Schweizer Alpen-Clubs. Zürich: Schweizer Alpen-Club 1970]
In dem engen Aufgang wirft eine Lampe trübrotes Licht auf die von einem Läufer bedeckten Treppen. [Bredel, Willi: Die Väter. In: ders.: Gesammelte Werke in Einzelausgaben. Bd. 7. Berlin: Aufbau-Verl. 1973 [1946], S. 14]

letzte Änderung:

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Zitationshilfe
„trübrot“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tr%C3%BCbrot>.

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