traben

GrammatikVerb · trabte, ist getrabt
Aussprache
Worttrennungtra-ben (computergeneriert)
Wortbildung mit ›traben‹ als Letztglied: ↗abtraben · ↗antraben · ↗dahintraben · ↗davontraben · ↗herantraben · ↗hinabtraben · ↗hinaustraben · ↗lostraben · ↗mittraben · ↗nachtraben · ↗vorbeitraben · ↗vortraben · ↗weitertraben · ↗zurücktraben
 ·  formal verwandt mit: ↗hochtrabend
eWDG, 1976

Bedeutung

Beispiele:
das Pferd trabt (= bewegt sich im Trab)
den Gaul, Hengst traben lassen
Der Kutscher ... fragte, ob er scharf traben solle [St. ZweigAmok227]
umgangssprachlich, übertragen (eilig, im Laufschritt) gehen
Beispiele:
das Kind trabt zur Schule
nach Hause traben
Huber ging ... stolperte und fing auf einmal an zu traben, und im Laufen drehte er sich noch mehrmals um [R. BartschGeliebt64]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

traben · Trab · Traber
traben Vb. ‘(im) Trab laufen, reiten’, asächs. thraƀon, mnd. mnl. drāven, nl. draven. Aus der afläm. Rittersprache stammt mhd. draven (12. Jh.) und behält den nd. Lautstand auch im Obd.; doch begegnet daneben mhd. draben und (nach 1200) traben. Anlautendes d- hält sich im Md. bis ins 18. Jh. Vergleichbar ist aengl. þrafian ‘drücken, drängen, treiben, tadeln’ und außergerm. aind. tṛpráḥ ‘unstet, hastig, ängstlich(?)’, griech. trapé͞in (τραπεῖν) ‘die Trauben austreten, keltern’, lat. trepidāre ‘trippeln (aus Geschäftigkeit oder Furcht), hastig, geschäftig, ängstlich hin und her laufen’, trepidus ‘trippelnd, hastig, unruhig, ängstlich’, alit. trèpsti ‘mit den Füßen stampfen’, aslaw. trepetъ, russ. trépet (трепет) ‘Zittern, Beben’, lit. trỹpti ‘trampeln, treten, stampfen, trippeln, tanzen’, trapinė́ti ‘mit den Füßen stoßen’, russ. (landschaftlich) tropát’ (тропать) ‘stampfen, trampeln, klopfen’. Sie führen insgesamt auf ie. *trep- ‘trippeln, trampeln, treten’, auch ‘zittern’, eine sicher lautmalende Erweiterung der Wurzel ie. *ter- ‘zappeln, zittern’. Trab m. ‘beschleunigte Gangart des Pferdes’, mhd. drap, Rückbildung aus mhd. draben. Traber m. ‘Pferd’ (zuerst Ende 14. Jh., geläufig seit 16. Jh.), im Pferdesport ‘für Trabrennen (bei dem die Pferde nur im Trab laufen dürfen) gezüchtetes Pferd’ (Ende 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
mühsam gehen · traben · ↗trotten
Synonymgruppe
langsam laufen · ↗schnüren (z.B. Füchse) · traben
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bahrenfeld Jogger Koppel Laufschritt Manege Pferd Stute Trainingsplatz Wallach antraben dahintraben davontraben entgegen entgegentraben entlang entlangtraben galoppieren gemächlich herantraben hertraben herumtraben hinterher hinterhertraben locker lostraben voran vorbeitraben vortraben weitertraben zurücktraben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›traben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit einem süffisanten Lächeln um den Mund trabte er nach knapp 80 Minuten vom Feld.
Der Tagesspiegel, 04.02.2002
Die Herren traben locker über den Rasen und der Trainer muß gehen.
Bild, 01.12.1997
Mit einem Rest von sieben Mark fünfzig trabte sie davon.
Pausewang, Gudrun: Die Wolke, Ravensburg: Maier 1989 [1987], S. 109
Als ich ihn am himmelnächsten sah, trabte ich unten davon.
Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 3
Bald trabten die klugen Tiere den Weg allein, kaum noch von den Treibern gebändigt.
Winckler, Josef: Der tolle Bomberg, Rudolstadt: Greifenverl. [1956] [1922], S. 323
Zitationshilfe
„traben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/traben>, abgerufen am 16.10.2019.

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