trappeln

GrammatikVerb · trappelt, trappelte, ist/hat getrappelt
Aussprache
Worttrennungtrap-peln
Wortbildung mit ›trappeln‹ als Letztglied: ↗antrappeln · ↗hinaustrappeln · ↗hinterhertrappeln · ↗vorbeitrappeln
 ·  mit ›trappeln‹ als Grundform: ↗Getrappel
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
mit leichten, kurzen, schnellen Schritten laufen und dabei ein klopfendes Geräusch durch das Auftreten erzeugen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
das Kind ist zur Tür getrappelt
Eine Schafherde trappelte durch die gestoppelten Felder [TucholskyRheinsberg42]
2.
jmd. trappeltjmd. erzeugt durch wiederholtes, kurzes Auftreten ein klopfendes Geräusch
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
die Kinder haben vor der Tür getrappelt
Die Hufe [der Pferde] trappelten weich auf dem Waldboden [BrochPasenow157]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

trappen · trappeln · trapsen
trappen Vb. ‘mit schwerem Schritt geräuschvoll gehen, schwerfällig auftreten, stampfen’ (16. Jh., doch wohl älter). Hd. (auch in obd. Mundarten) unverschobenes trappen, mnd. mnl. nl. trappen, schwed. (mundartlich), isl. trappa ‘stampfen, hart treten’ gehören wie ↗trippeln (s. d.) und nasaliertes ↗trampeln (s. d.) als lautmalende Weiterbildungen zu der unter ↗Treppe (s. d.) angeführten Wurzel. An das Verb schließen sich an iteratives trappeln Vb. ‘mit schnellen, hörbaren Schritten gehen, in schnellem Wechsel kurz und hörbar auf den Boden treten’ (15. Jh.) und intensiviertes trapsen Vb. ‘schwerfällig, stampfend gehen’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›trappeln‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›trappeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›trappeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit acht Uhr trappelten sie gestern Morgen durch die Stadt.
Die Welt, 26.08.2002
So trappelten wir in Lumpen, unser Aussehen war wirklich widerlich.
Die Zeit, 24.10.1986, Nr. 44
Er gaukelt und schaukelt, er trappelt und zappelt auf dem Stuhle hin und her.
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2001
Das Pferd trappelt, so gut es kann, auf den freien Hufen, zwei schweben in der Luft.
Tucholsky, Kurt: Ein Pyrenäenbuch. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 8108
In sechs Hallen trappeln mehr als 100 Pferde verschiedenster Rassen.
Bild, 10.12.2004
Zitationshilfe
„trappeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/trappeln>, abgerufen am 10.04.2020.

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