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traumverloren

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung traum-ver-lo-ren
formal verwandt mitverlieren
Wortbildung  mit ›traumverloren‹ als Erstglied: Traumverlorenheit
eWDG

Bedeutung

gehoben geistesabwesend, versonnen
Beispiele:
ein traumverlorener Blick
eine traumverlorene Gebärde
traumverloren starrte sie auf das Buch, auf ihn, in die Ferne
wie traumverloren ließ sie ihren Blick umherschweifen

Thesaurus

Synonymgruppe
(in Gedanken) versunken · träumerisch · versonnen · verträumt  ●  in den Wolken  fig. · traumverloren  geh. · traumversunken  geh. · träumerisch entrückt  geh. · weltvergessen  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›traumverloren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›traumverloren‹.

Verwendungsbeispiele für ›traumverloren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit mein Vater uns verließ, ich war damals fünf Jahre alt, bin ich traumverloren. [Süddeutsche Zeitung, 18.09.2004]
Er stützte den Kopf in die Hand und blickte traumverloren ins Leere. [Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 2]
Immer sind diese meist traumverlorenen Wesen von einer entrückten Schönheit, schaumgeboren aus der Harmonie der Linien, Farben und Formen. [Die Zeit, 08.12.1989, Nr. 50]
Ihr Ausdruck ist traumverloren, heiter, dann auch leidenschaftlich und morbid. [Die Zeit, 29.12.1967, Nr. 52]
Da wird gefaucht und traumverloren sinniert, gezetert, geheult und geflucht. [Die Zeit, 25.02.1999, Nr. 9]
Zitationshilfe
„traumverloren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/traumverloren>.

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