tremolieren

GrammatikVerb · tremoliert, tremolierte, hat tremoliert
Aussprache
Worttrennungtre-mo-lie-ren
HerkunftItalienisch
eWDG, 1976

Bedeutung

Musik mit zitternder, bebender Stimme singen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tremolo · tremolieren
Tremolo n. leichtes Vibrieren der Singstimme auf demselben Ton, rasches („zittriges“) Wiederholen eines Tones bei Streich- und Blasinstrumenten, Übernahme (18. Jh.) von gleichbed. ital. tremolo m., zu ital. tremulo Adj. ‘zittrig’, tremolare ‘beben, zittern’, woraus tremolieren Vb. (19. Jh.). Zugrunde liegen lat. tremulus ‘zitternd’ und lat. tremere ‘(er)zittern’.

Verwendungsbeispiele für ›tremolieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Niemand sonst tremoliert so herzergreifend, singt so schön mit geschlossenen Augen.
Die Zeit, 17.03.2005, Nr. 12
Die knarzende Stimme tremoliert auf einem "R", der Pianist präludiert dramatisch.
Der Tagesspiegel, 27.06.1999
Heute tremoliere er über das Schicksal der von der Geschichte Geschlagenen.
Süddeutsche Zeitung, 12.01.1998
Joseph tremolierte seine »Lieder aus der Satinhose« aus der Tiefe der Eingeweide.
konkret, 1986
Die Berlinerin Martina Brandl singt sich schwarzen Humor von der Seele, und Stimmakrobatin Hilde Kappes jazzt, quäkt und tremoliert.
Bild, 10.06.2002
Zitationshilfe
„tremolieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/tremolieren>, abgerufen am 04.04.2020.

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