treudoof

GrammatikAdjektiv · ohne Steigerung
Aussprache
Worttrennungtreu-doof
Wortzerlegungtreudoof
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2018

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend treuherzig und naiv; ein wenig dümmlich
Beispiele:
Dabei kann man bei der Stiftung Warentest alljährlich nachlesen, dass Apotheker eher selten gut informieren, häufig von Wechselwirkungen keine Ahnung haben und der treudoofen Kundschaft mit Vorliebe Präparate verkaufen, deren Wirkung, vorsichtig gesagt, umstritten ist. [Spiegel, 16.05.2011 (online)]
Ich folge treudoof der Elektrostimme – und fahre immer tiefer in eine Großbaustelle. Als ich anhalte und einen Baggerfahrer frage, wo hier die Tankstelle ist, sagt er grinsend: »Die ist schon längst abgerissen. Auch dicke Autos haben schlechte Navis.« [Die Zeit, 25.01.2007, Nr. 05]
»Und die [Hormonpräparate] habe ich treudoof genommen. Die kamen ja nicht vom Arzt, sondern von meinem Trainer – konnten also nichts Schlimmes sein.« Zehn Jahre lang schluckt Heidi Krieger [als Kugelstoßerin in der DDR] männliche Hormone, ohne es zu wissen. [Die Welt, 02.05.2003]
Sein Tarzan [des Autors Edgar Rice Burroughs] war, bei aller Wildheit, ein intelligenter Mann. Das Bild des treudoofen, potenten, Großkatzen killenden Heiden entstand erst später durch Film- und Fernsehserien. [die tageszeitung, 02.02.1996]
Zitationshilfe
„treudoof“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/treudoof>, abgerufen am 12.11.2019.

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