triftig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungtrif-tig
eWDG, 1976

Bedeutung

ein triftiger Grundein überzeugender, unwiderlegbarer Grund
Beispiele:
er hat, sucht triftige Gründe dafür, tut nichts ohne einen triftigen (Beweg)grund
etw. geschieht aus triftigen Gründen, Ursachen, Motiven
er brachte einen triftigen Einwand, triftige Beweise, Ausreden, Entschuldigungen vor
es gibt kein einziges triftiges Argument dagegen
etw. triftig beweisen, begründen, entschuldigen
Was Sie sagen, läßt sich wohl hören, es dürfte schwer sein, etwas Triftiges dagegen einzuwenden [Th. MannZauberb.2,124]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

triftig Adj. ‘gewichtig, zwingend, stichhaltig’, frühnhd. ‘zugehörig’, mhd. triftic ‘treffend, das Ziel nicht verfehlend, wichtig, hauptsächlich’, adjektivische Bildung (wohl nach Mustern wie mhd. sihtic neben sehen, s. ↗Sicht) zu dem unter ↗treffen (s. d.) behandelten Verb.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sehr) überzeugend · bestechend · ↗beweiskräftig · ↗schlagend · ↗stichhaltig · ↗treffend · triftig · ↗überlegen
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
augenfällig · ↗begreiflich · ↗eingängig · ↗einleuchtend · ↗einsichtig · ↗einsichtsvoll · ↗erklärlich · ↗ersichtlich · ↗fassbar · ↗fasslich · ↗glaubhaft · ↗klar · ↗nachvollziehbar · nachzuvollziehen · ↗plausibel · ↗schlagend · ↗schlüssig · ↗sinnfällig · triftig · ↗verstehbar · ↗verständlich · ↗überzeugend  ●  ↗evident  geh. · ↗intelligibel  fachspr., Philosophie · ↗noetisch  fachspr., griechisch, Philosophie
Assoziationen
Synonymgruppe
denkrichtig · ↗folgerichtig · ↗kohärent · ↗konsequent · ↗logisch · ↗schlüssig · ↗stichhaltig · ↗stimmig · ↗stringent · triftig · ↗widerspruchsfrei · ↗zwingend · ↗überzeugend  ●  ↗folgerecht  veraltend
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anhaltspunkt Anlaß Argument Argumentation Begründung Beleg Beobachtung Beweis Einwand Entschuldigung Gegenargument Grund Inszenierung Motiv besonders dafür durchaus ebenso genauso höchst sehr wenig weniger wirklich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›triftig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dieser Mangel an triftigen Illustrationen gilt für das ganze Buch.
Die Zeit, 14.11.1997, Nr. 47
Man müsse schon einen sehr triftigen Grund vorweisen, um das Amt ablehnen zu können.
Die Welt, 18.02.2005
Sie folgt der Überlegung, daß die Vernunft zwar fähig sei, metaphysische Fragen zu stellen, aber nicht fähig, sie aus eigener Kraft triftig zu entscheiden.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 77
Jeder von uns hatte einen besonders triftigen Grund, nicht in die Hände der Deutschen zu fallen.
Seghers, Anna: Transit, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1943], S. 376
Die Gründe, mit denen er sich vor der Zeit entschuldigte, waren triftig.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 1000
Zitationshilfe
„triftig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/triftig>, abgerufen am 10.12.2019.

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