trillern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungtril-lern
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Triller ausführen, mit Tremolo, trillerartigen Tönen singen
Beispiele:
sie sang trillernd, trillerte mit ihrer Stimme, auf der Flöte
das Mädchen trillerte ein Liedchen, sang und trillerte den ganzen Tag
Eine Sopranistin schmetterte, stakkierte und trillerte eine Arie aus »La Traviata« [Th. MannZauberb.2,906]
2.
von bestimmten Singvögeln   (mit Trillern) singen
Beispiele:
die Lerche, Nachtigall, der Fink, Kanarienvogel trillert
kein Laut war zu hören außer dem Summen der Insekten und dem Trillern der Vögel [DürrenmattVersprechen185]
trillerartige Töne hervorbringen
Beispiele:
das leise Trillern einer Haselmaus
Auf dem Dorfanger trillern ... die Kröten [StrittmatterBienkopp187]
3.
auf der Trillerpfeife pfeifen
Beispiele:
der Schiedsrichter, Junge trillerte (mit der Trillerpfeife)
eine Pfeife trillerte (= brachte trillerartige Töne hervor)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Triller · trillern · Trillerpfeife
Triller m. ‘mehrmaliger rascher Wechsel eines Tones mit dem nächsthöheren halben oder ganzen Ton’, auch ‘tremolierender Vogelgesang’, als Terminus der Musik entlehnt (17. Jh.) aus gleichbed. ital. trillo, daher anfangs auch Trillo sowie Trille, Trillung und Trill (dieses nach ebenfalls aus dem Ital. stammendem engl. trill). Die ital. Bildung ist wohl lautmalenden Ursprungs (wie vergleichbares lat. trittilāre ‘schwirren’ von Vögeln), doch wird auch Übernahme aus dem Germ. erwogen, da hier ähnliche Schallnachahmungen vereinzelt bereits früher bezeugt sind, vgl. mhd. die stimme trillieren (13. Jh.), mnl. trillen ‘beim Singen trillern’ (14. Jh.), frühnhd. trill (Schallwort, 15. Jh., dazu tryllsingen, mlat. trillare), die vielleicht mit einem Verb ostfries. trillen ‘hin und her schütteln, zittern’, mnl. nl. trillen ‘zittern, vibrieren’ zu verbinden sind. trillern Vb. ‘die Töne beim Singen mit Trillern verzieren’ (um 1700), ‘singen, trällern’ (auch von Vögeln, Mitte 18. Jh., in beiden Verwendungen gelegentlich auch trillen), ‘eine Signal-, Trillerpfeife ertönen lassen’ (Mitte 19. Jh.), nach ital. trillare ‘Triller singen’, älter ‘rütteln, schütteln’, abgeleitet von ital. trillo (s. oben). Trillerpfeife f. ‘Signalpfeife mit einem trillerartigen Ton’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
tirilieren · trillern · ↗trällern
Oberbegriffe
  • Laute von sich geben
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›trillern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Flöte Lerche Pfeife Vogel heulen pfeifen zwitschern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›trillern‹.

Verwendungsbeispiele für ›trillern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wo es früher fast ohrenbetäubend quakte, trillerte, unkte und quarrte, da herrscht heute allzu oft Schweigen.
Die Zeit, 31.01.2011, Nr. 05
Sie kann mit den Zehen trillern, ihre Sinnlichkeit wirkt komisch und betörend zugleich.
Die Welt, 27.07.2005
Sie bestreiken monatelang die Unis und trillern gegen den Finanzsenator.
Süddeutsche Zeitung, 02.03.2004
Trillernd und zwitschernd eilen die beiden im Hause umher, um Blumen zu streuen, sich zu schmücken.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 416
Solange der gefiederte Freund fröhlich trillerte, war alles in Ordnung.
Der Tagesspiegel, 23.03.2003
Zitationshilfe
„trillern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/trillern>, abgerufen am 29.02.2020.

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