trippeln

GrammatikVerb · trippelt, trippelte, ist getrippelt
Aussprache
Worttrennungtrip-peln
Wortbildung mit ›trippeln‹ als Erstglied: ↗Trippelschritt  ·  mit ›trippeln‹ als Letztglied: ↗antrippeln · ↗davontrippeln · ↗einhertrippeln · ↗hereintrippeln · ↗umhertrippeln · ↗vorbeitrippeln · ↗vorübertrippeln
 ·  mit ›trippeln‹ als Grundform: ↗Getrippel · ↗Trippelei · ↗vertrippeln
eWDG, 1976

Bedeutung

mit kleinen, schnellen Schritten (zierlich) gehen, laufen
Beispiele:
das Kind trippelte zur Mutter, durch das Zimmer
die jungen Mädchen trippelten auf ihren hohen Absätzen über das Pflaster
das alte Mütterchen trippelte vorsichtig über die Straße
die Schafe trippelten in den Stall
die Tauben trippeln geschäftig auf dem großen Platz auf und ab, hin und her
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

trippeln Vb. ‘mit kurzen, schnellen Schritten laufen’ (obd. Ende 15. Jh.) steht wie seltenes trippen (zuerst bezeugt im 17. Jh.) lautmalend und ablautend neben ↗trappeln, ↗trappen (s. d.). Vgl. nl. trippen, trippelen.

Thesaurus

Synonymgruppe
trippeln · ↗tänzeln  ●  ↗scharwenzeln  ugs.

Typische Verbindungen zu ›trippeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›trippeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›trippeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am Eingang trippeln zwei dunkelhäutige Mädchen von einem Bein aufs andere.
Süddeutsche Zeitung, 03.07.2000
Er trippelte, aus der Nähe wirkte er deshalb beinahe zerbrechlich.
Der Tagesspiegel, 21.09.1999
Kinder, die sich an den Händen faßten, trippelten unter Führung eines Lehrers heran.
Jens, Walter: Nein, München: Piper 1968 [1950], S. 57
Und sieben Mädchen trippeln um ihn herum, jung, schlank, mit Öl gesalbt, und eine ist dabei, feist wie ein praller Sack.
Tucholsky, Kurt: Kino privat. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1930]
Sie trippelte von einem Fuß auf den andern, ein kleines, zierliches, behaartes Tier, zitternd im Frost.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 1047
Zitationshilfe
„trippeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/trippeln>, abgerufen am 10.04.2020.

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