triumphieren

GrammatikVerb · triumphierte, hat triumphiert
Aussprache
Worttrennungtri-um-phie-ren (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
(über etw., jmdn.) triumphiereneinen großen Sieg über etw., jmdn. erringen, vollständig siegen
Beispiele:
ihre Liebe triumphierte über alle Widerstände
seine Vernunft triumphierte über die Leidenschaft
er triumphierte über seine Rivalen
Der Sozialismus, der erstmals in unserem Lande triumphierte, siegte in einer Reihe von Ländern [Tageszeitung1972]
2.
über etw., besonders einen Erfolg, Sieg, große Genugtuung, Freude empfinden, ausdrücken, jubeln
Beispiele:
sie triumphierten, dass ihnen ihr Werk gelungen sei
er triumphierte (im Stillen, innerlich), als er von der Niederlage seines Gegners erfuhr
sie hatten zu früh triumphiert
»ich hatte doch recht«, triumphierte er
oft im Part. Präs.
Beispiele:
etw. mit triumphierendem Lächeln, Gesicht, Blick sagen
etw. mit triumphierender Miene, Genugtuung sagen
jmdn. triumphierend anblicken
etw. triumphierend sagen, ausrufen, zeigen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

triumphieren · Triumph · triumphal · Triumphator
triumphieren Vb. ‘einen Siegeseinzug halten, in Siegesjubel ausbrechen’ (Mitte 14. Jh.), ‘einen großen Sieg erringen, jmdm. hoch überlegen sein’ (2. Hälfte 14. Jh.), entlehnt aus lat. triumphāre ‘einen Siegeszug halten, den Sieg davontragen, siegreich einziehen (in Rom), frohlocken’ (zu lat. triumphus, s. unten). Triumph m. ‘großer Sieg, glänzender Erfolg, Siegesjubel’, in historischem Sinne ‘prunkvoller Einzug des siegreichen Feldherrn im antiken Rom’, auch ‘Siegesfeier’ (2. Hälfte 15. Jh., bis ins 17. Jh. oft in lat. Form), aus lat. triumphus ‘siegreicher Einzug eines Feldherrn in Rom, Siegeszug’, entstanden aus dem dreimal wiederholten Zuruf an den triumphierenden Feldherrn iō triumpe (Vokativ). Man führt diesen Ausdruck allgemein auf griech. thríambos (θρίαμβος) zurück, die Bezeichnung für ein bei den Dionysosfesten gesungenes Lied, vielleicht (im Sinne von ‘Dreischritt’) gebildet zu griech. tré͞is (τρεῖς) ‘drei’. Im älteren Dt. wird Triumph auch in die Sprache des Kartenspiels übernommen und entwickelt sich weiter zu ↗Trumpf (s. d.). triumphal Adj. ‘einem Siegeszug, einer Siegesfeier gleichend’, allgemein ‘begeistert gefeiert, umjubelt’ (2. Hälfte 19. Jh.), vielleicht unter Einfluß von frz. triomphal für älteres triumphalisch ‘zum Triumph gehörig, siegreich’ (16. bis 19. Jh.), lat. triumphālis. Triumphator m. ‘feierlich einziehender, siegreicher Feldherr (in Rom), Sieger’ (2. Hälfte 16. Jh.), lat. triumphātor.

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein Rennen) für sich entscheiden · ↗(einen Preis / eine Auszeichnung...) einheimsen · den Sieg erlangen · erster werden · triumphieren  ●  ↗gewinnen  Hauptform · mit dem Pokal nach Hause fahren (können)  mediensprachlich, auch figurativ · ↗siegen  Hauptform · ↗(einen Pokal / Preis) holen  ugs. · So sehen Sieger aus!  ugs., Spruch · das Rennen machen  ugs. · den Sieg erringen  geh. · ↗obsiegen  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Außenseiter Böse Cup Doppel Einzel Endspiel Europapokal Finale Finne Freistil Grand-Slam-Turnier Gute Hengst Kenianer Landsmann Norweger Super-G Vernunft Weltcup Widersacher Widrigkeit allemal dreimal fünfmal mühelos sechsmal siebenmal unangefochten viermal zweimal

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›triumphieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was bleibt ihm anderes übrig, als nun mit allen Mitteln zu versuchen, über seinen Gegner zu triumphieren.
Die Zeit, 10.03.1955, Nr. 10
Es war besser, über sich selbst als selbst über mich zu triumphieren.
Die Fackel [Elektronische Ressource], 2002 [1920]
Er triumphierte noch nicht; er mußte kämpfen, sich verbergen, mitunter zu seiner Verteidigung taktisch ausweichen.
Mann, Golo: Der europäische Geist im späten 17. Jahrhundert. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 2146
Ulf triumphiert, ist obenauf, pflanzt sich fort, so gestaltet sich das Leben.
Braun, Marcus: Hochzeitsvorbereitungen, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 169
Statt über Geschichte zu triumphieren, sieht Malerei sich dieser ausgeliefert.
Germer, Stefan: Le Répertoire des Souvenirs. In: Germer, Stefan u. Fath, Manfred (Hgg.), Edouard Manet, Augenblicke der Geschichte, (Katalog zur Ausstellung in der Städtischen Kunsthalle Mannheim vom 18. Oktober 1992 bis 17. Januar 1993) München: Prestel 1992, S. 43
Zitationshilfe
„triumphieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/triumphieren>, abgerufen am 20.03.2019.

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