trompeten

GrammatikVerb · trompetete, hat trompetet
Aussprache
Worttrennungtrom-pe-ten (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›trompeten‹ als Erstglied: ↗Trompeter  ·  mit ›trompeten‹ als Letztglied: ↗austrompeten
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
salopp etw. (Geheimes) aller Welt verkünden
Beispiele:
eine Nachricht, Neuigkeit in alle Welt trompeten
Der Musiker Meyn wußte Geschichten über den Gemüsehändler, trompetete die durchs ganze Quartier [GrassBlechtrommel242]
2.
veraltet
Beispiel:
die Trompete blasen
bildlich von Elefanten und bestimmten Vögeln   den Tönen der Trompete ähnliche Laute hervorbringen
Beispiele:
ein trompetendes Lachen
umgangssprachlich, scherzhaft er trompetete (= schneuzte sich laut)
die Tiere ... trompeteten, schlugen mit dem Rüssel auf den Boden auf [R. GerlachVierfüßler60]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Trompete · trompeten · Trompeter
Trompete f. Blechblasinstrument. Spätmhd. trumet, trumpet ist wie mnd. trumpet, trumpit, mnl. nl. trompet entlehnt aus afrz. trompete (frz. trompette), mit Deminutivsuffix gebildet zu afrz. frz. trompe, das seinerseits (als bei Turnieren und im Heer verwendetes Blasinstrument) wohl aus dem Germ., und zwar aus dem unter ↗Trommel (s. d.) angeführten schallnachahmenden ahd. trumba ‘Trompete, Signalhorn’ bzw. aus anfrk. *trumba entlehnt ist. trompeten Vb. Trompeter m. (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
trompeten (z.B. Elefant) · ↗tröten
Oberbegriffe
  • Laute von sich geben
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen
Synonymgruppe
(die) Trompete blasen · Trompete spielen · trompeten  ●  ↗tröten  abwertend
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (die) Posaune blasen · Posaune spielen · ↗posaunen  ●  ↗tröten  abwertend

Typische Verbindungen
computergeneriert

Elefanten Kapelle Ohren an fröhlich geigt heraus heraustrompetet herumtrompetet hinaustrompeten kreischen laut lautstark los paukt pfiffen singen trampeln trommelt zu

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›trompeten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie trompeten, wenn sie sich lange Zeit nicht gesehen haben.
Süddeutsche Zeitung, 20.02.2001
Die politische Redaktion habe man übersehen, sie sei gar nicht durchsucht worden, trompetete er, die Dokumentation auch nicht.
Die Zeit, 18.08.1972, Nr. 33
Was muß ich sehen ", trompetet er scheinbar bestürzt in die Hochzeitsfeierlichkeit.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 74
Sie wird durch die Nase gezogen und ins Taschentuch trompetet.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 72
Man trompete nicht, sondern benütze das Taschentuch, ohne Geräusch zu machen - dann wird es niemand anstößig finden, das Tuch zu gebrauchen.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 24502
Zitationshilfe
„trompeten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/trompeten>, abgerufen am 28.05.2018.

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