trostlos

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungtrost-los (computergeneriert)
WortzerlegungTrost-los
Wortbildung mit ›trostlos‹ als Erstglied: ↗Trostlosigkeit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
ohne durch jmdn., etw. Trost findend, verzweifelt
Beispiele:
trostlos vor sich hin starren
ihm war trostlos ums Herz
schlecht, deprimierend
Beispiele:
eine trostlose Vergangenheit, Zeit
es herrschten trostlose Zustände
die finanzielle Lage wurde immer trostloser
2.
öde, reizlos
Beispiele:
eine trostlose Ebene
ein trostloser Ort, Anblick
die Gegend war trostlos

Thesaurus

Synonymgruppe
einsam · trostlos · ↗untröstlich · ↗verlassen
Assoziationen
  • gehört niemandem · ↗herrenlos · liegen gelassen · stehen gelassen · ↗verlassen · zurückgelassen
Synonymgruppe
blass · ↗dröge · ↗eintönig · ↗fade · ↗farblos · ↗geisttötend · ↗grau · grau in grau · kontrastarm · ↗langatmig · ↗langweilig · ↗monoton · ↗reizlos · ↗schal · ↗schnöde · ↗spannungsarm · ↗stupid · ↗stupide · ↗trist · trostlos · wenig aufregend · ↗öd · ↗öde  ●  ↗fad  ugs. · ↗trocken  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
bedauernswert · ↗beklagenswert · ↗desolat · trostlos  ●  ↗einsam  ugs. · ↗verlassen  ugs.
Synonymgruppe
banal · ohne Glanz und Gloria · ↗schmucklos · trostlos · ↗unauffällig · unglamourös  ●  ↗glanzlos  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anblick Darbietung Dasein Einöde Gegend Gekicke Grau Kaff Kick Leere Mondlandschaft Monotonie Nest Nullnummer Plattenbau Plattenbaute Szenerie Trabantenstadt Verlassenheit Vorort Vorstadt Wohnsilo Wüstenei Zustand grau verlassen ziemlich Öde Ödnis öde

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›trostlos‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Überall bildeten sich Gruppen mit dem Ziel, dem trostlosen Sterben etwas entgegenzusetzen.
Der Tagesspiegel, 16.05.2001
Die maroden Häuser sehen trostlos aus, die Straßen sind menschenleer.
Süddeutsche Zeitung, 16.12.1997
Sie erschienen mir heute noch viele Male trostloser als beim ersten Mal, da ich sie gesehen hatte.
Simmel, Johannes Mario: Der Stoff, aus dem die Träume sind, Güterlsoh: Bertelsmann u. a. [1973] [1971], S. 680
Wenn ich nicht E. vorlese, liest sie überhaupt nichts mehr, und kommt vom trostlosen Brüten bei mechanischer Arbeit gar nicht mehr frei.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1932. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1932], S. 278
Spa ist trostlos, selbst das B. T. merkt dies jetzt.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1920. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1920], S. 106
Zitationshilfe
„trostlos“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/trostlos>, abgerufen am 22.11.2019.

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