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trostlos

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung trost-los
Wortzerlegung Trost -los
Wortbildung  mit ›trostlos‹ als Erstglied: Trostlosigkeit
eWDG

Bedeutungen

1.
ohne durch jmdn., etw. Trost findend, verzweifelt
Beispiele:
trostlos vor sich hin starren
ihm war trostlos ums Herz
schlecht, deprimierend
Beispiele:
eine trostlose Vergangenheit, Zeit
es herrschten trostlose Zustände
die finanzielle Lage wurde immer trostloser
2.
öde, reizlos
Beispiele:
eine trostlose Ebene
ein trostloser Ort, Anblick
die Gegend war trostlos

Thesaurus

Synonymgruppe
einsam · trostlos · verlassen
Assoziationen
  • gehört niemandem · herrenlos · liegen gelassen · stehen gelassen · zurückgelassen
Synonymgruppe
blass · dröge · eintönig · fade · farblos · geisttötend · grau · grau in grau · kontrastarm · langatmig · langweilig · monoton · reizlos · schal · schnöde · spannungsarm · stupid · stupide · trist · trostlos · wenig aufregend · öd · öde  ●  fad  ugs., österr. · trocken  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
bedauernswert · beklagenswert · desolat · trostlos  ●  einsam  ugs. · verlassen  ugs.
Synonymgruppe
ohne Glanz und Gloria · ohne Höhepunkte · trostlos · unglamourös · uninteressant · unspektakulär  ●  glanzlos  Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
bedrückend · demoralisierend · deprimierend · desolat · entmutigend · niederschmetternd · trostlos  ●  bleiern  geh., fig. · lastend  geh. · niederdrückend  geh. · zum Heulen  ugs., fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›trostlos‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›trostlos‹.

Verwendungsbeispiele für ›trostlos‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und nun erst schien das Grauen, mit dem eben der Mond mich überzogen hatte, sich auf ewig, trostlos, bei mir einzunisten. [Benjamin, Walter: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.), Gesammelte Schriften Bd. 4,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1932-1938], S. 293]
Sie erschienen mir heute noch viele Male trostloser als beim ersten Mal, da ich sie gesehen hatte. [Simmel, Johannes Mario: Der Stoff, aus dem die Träume sind, Güterlsoh: Bertelsmann u. a. [1973] [1971], S. 680]
Wie kann ein Politiker aus derart trostlosen Zahlen dennoch einen Erfolg machen? [Die Zeit, 07.03.1986, Nr. 11]
Aber solange wir einander trösten können, ist unser Leben nicht trostlos. [Die Zeit, 22.03.2009, Nr. 13]
Wenn ich nicht E. vorlese, liest sie überhaupt nichts mehr, und kommt vom trostlosen Brüten bei mechanischer Arbeit gar nicht mehr frei. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1932. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1932], S. 278]
Zitationshilfe
„trostlos“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/trostlos>.

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