trunken

Grammatik partizipiales Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung trun-ken
formal verwandt mit trinken
Wortbildung  mit ›trunken‹ als Erstglied: Trunkenbold  ·  mit ›trunken‹ als Letztglied: freudetrunken · glückstrunken · lichttrunken · schlaftrunken · schönheitstrunken · siegestrunken · volltrunken · wonnetrunken

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [gehoben] betrunken, berauscht
    1. [übertragen] ...
  2. 2. durch Trunkenheit hervorgerufen, gekennzeichnet
    1. [übertragen] ...
eWDG

Bedeutungen

1.
gehoben betrunken, berauscht
Beispiele:
trunkene Gäste
er ist trunken vom Wein
schwanken wie ein Trunkener
übertragen
Beispiele:
jmd. ist trunken von Liebe, Müdigkeit, der Musik, vor Freude, Glück, Wonne
die Augen sind trunken von dem herrlichen Anblick
Freude, Begeisterung hat jmdn. (ganz) trunken gemacht
2.
durch Trunkenheit hervorgerufen, gekennzeichnet
Beispiele:
in trunkenem Zustand einen Verkehrsunfall verursachen
gehoben trunkener Lärm, Ausgelassenheit
übertragen
Beispiel:
das Gesicht ... trug den Ausdruck einer fast trunkenen Freude [ le FortTor47]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

trunken · Trunkenheit · Trunkenbold
trunken Part.adj. ‘berauscht, betrunken’, übertragen ‘ganz erfüllt, begeistert von etw.’, ahd. trunkan (um 800), mhd. trunken, asächs. drunkan, mnd. drunken, mnl. nl. dronken, aengl. druncen, engl. drunken, anord. drukkinn, schwed. drucken, got. drugkans, präfixloses Part. Prät. des unter trinken (s. d.) behandelten Verbs, eigentlich ‘getrunken habend’, daraus ‘zuviel getrunken habend, betrunken’. Bis ins 18. Jh. Bezeichnung für einen durch alkoholische Getränke verursachten Rauschzustand, seit Mitte 18. Jh. von betrunken (s. trinken) in der Alltagssprache abgelöst, doch in poetischer bzw. gehobener Sprache weiterlebend. Bereits in mhd. Zeit übertragen auf geistige bzw. seelische Verzückungszustände. Trunkenheit f. ‘Betrunkensein, Rausch’, ahd. trunkanheit (um 900), mhd. trunkenheit. Trunkenbold m. ‘Trinker, Säufer’, mhd. trunkenbolt; zum zweiten Kompositionsglied s. bald.

Thesaurus

Synonymgruppe
alkoholisiert · bezecht · ein paar Gläser zu viel gehabt haben  ●  betrunken  Hauptform · einen über den Durst getrunken haben  fig. · zu tief ins Glas geschaut haben  fig. · abgefüllt  ugs. · berauscht  geh. · besoffen  ugs. · blau  ugs. · breit  ugs. · dicht  ugs. · hacke  ugs. · hackevoll  ugs. · lattenstramm sein  ugs. · stoned  ugs. · strack  ugs. · strunz  derb · trunken  geh. · voll  ugs. · voll wie eine Haubitze  ugs. · zu  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›trunken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›trunken‹.

Verwendungsbeispiele für ›trunken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der trunkene Witz setzt sich bis in die Titel der Stücke fort.
Die Zeit, 18.02.2013, Nr. 07
Aber es bleibt die Frage, was in aller Welt Männer fortgeschrittenen Alters dazu bewegt, sich aufzuführen wie trunkene Teenager.
Die Welt, 24.02.2005
Im Winter kam er, wenn die Arbeit fehlte, nicht selten trunken heim.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8374
Sie gingen ins Bett und liebten sich trunken, gierig, wie an einem ersten Tag.
Widmer, Urs: Das Buch des Vaters, Zürich: Diogenes 2004, S. 70
Die Els lag blaß und lächelnd, ihre Augen waren weit, trunken vor Freude und Frieden.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 32
Zitationshilfe
„trunken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/trunken>, abgerufen am 28.07.2021.

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