Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

umblasen

Grammatik Verb · bläst um, blies um, hat umgeblasen
Aussprache 
Worttrennung um-bla-sen
Wortzerlegung um- blasen
eWDG

Bedeutung

etw., jmdn. durch Blasen umwerfen
Beispiele:
der Wind hat den Zaun, das Holzgerüst umgeblasen
das Kind blies das Kartenhaus um
obwohl er sich an das Gitter klammern muß, damit ihn der pfeifenden Sturm nicht umbläst [ SteinbergUhren12]
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlichsie sieht zum Umblasen (dünn) aus (= sie sieht sehr dünn aus)

Verwendungsbeispiele für ›umblasen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein kalter Wind umbläst zuweilen die großen Gestalten deutscher Geschichte. [Die Welt, 24.01.2000]
Um halb eins stehen wir vor der Hütte, der Wind bläst uns fast um. [Der Tagesspiegel, 11.05.2003]
Der Mann steht hier stundenlang und wird auch nicht umgeblasen. [Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 61]
Er lässt sich nicht umblasen und hält an seiner Linie fest. [Die Welt, 28.03.2000]
Wind und Meer scheinen sie zu wiegen, manche werden umgeblasen und an Land gespuckt. [Die Zeit, 11.09.2000, Nr. 37]
Zitationshilfe
„umblasen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/umblasen>.

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