umlenken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungum-len-ken
Wortzerlegungum-lenken
Wortbildung mit ›umlenken‹ als Erstglied: ↗Umlenkung
eWDG, 1976

Bedeutung

etw., besonders ein Fahrzeug, in die entgegengesetzte Richtung lenken, umwenden
Beispiele:
der Fahrer lenkte den Wagen um
der Bauer lenkte mit den Pferden den Pflug um
der Wagen konnte auf der engen Straße kaum umgelenkt werden
In etwa 30 km Höhe wird die Rakete langsam umgelenkt (= auf eine andere Bahn gebracht) [Urania1959]
mit dem Fahrzeug umkehren
Beispiele:
der Fahrer lenkte an der Ecke um
beim Umlenken stießen die Boote zusammen
übertragen
Beispiel:
daß diese herkulische Kraft ... sich zum Guten umlenken (= umwandeln) werde [MusilMann1518]

Thesaurus

Synonymgruppe
ablenken · in die falsche Richtung lenken · ↗umleiten · umlenken · ↗weglenken  ●  in eine andere Richtung lenken  variabel · ↗abfälschen (Ball)  fachspr., Jargon
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufmerksamkeit Bähnchen Energie Finanzstrom Handelsstrom Investition Kanal Kapital Kapitalstrom Kaufkraft Konsum Konto Kundenstrom Lichtstrahl Ressource Richtung Schiene Strom Subvention Tasche Touristenstrom Unmut Urlauberstrom Verkehr Verkehrsstrom Warenstrom Wut bremsen lenken teilweise

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›umlenken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch die Schulden lassen sich weiter abbauen, wenn es gelingt, die Überschüsse nicht in den öffentlichen Konsum umzulenken.
Die Zeit, 16.09.2013, Nr. 37
Damit kann man einen Prozeß asynchron in eine spezielle Funktion umlenken.
C't, 1993, Nr. 2
Die Soldaten haben gelernt, ihre Aggressionen nicht gegen jene zu richten, die von ihnen Arbeit und Gehorsam erwarten, sondern diese Aggressionen umzulenken.
Schulz, Johannes: Erziehung zum Untertan. In: Haug, Hans-Jürgen u. Maessen, Hubert (Hgg.) Kriegsdienstverweigerer - Gegen die Militarisierung der Gesellschaft, Frankfurt a. M.: Fischer 1971, S. 31
Ihre Vorfreude, schien mir, war wichtiger, auch wenn ich noch nicht wußte, wie und wann ich ihre Erwartung am besten umlenken konnte.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 250
Und daß es möglich sein muß, einen Teil der Mittel, die militärisch gebunden waren, für produktive Zwecke umzulenken.
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 7
Zitationshilfe
„umlenken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/umlenken>, abgerufen am 24.10.2019.

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