umnebeln

Grammatik Verb · umnebelt, umnebelte, hat umnebelt
Aussprache 
Worttrennung um-ne-beln
Wortzerlegung um-nebeln
Wortbildung  mit ›umnebeln‹ als Erstglied: ↗Umnebelung · ↗Umneblung
eWDG

Bedeutung

etw. ringsum in Nebel hüllen
Beispiele:
Wolkenschleier umnebelten die Sonne
umnebelte Wiesen
bildlich
Beispiel:
Tabakrauch umnebelte ihn
übertragen den Blick, Verstand nachteilig beeinflussen, trüben
Beispiele:
der Alkohol hat seine Gedanken umnebelt
Angst, eine schreckliche Ahnung umnebelte seine Sinne
Grammatik: oft im Partizip II
Beispiel:
ein vom Weingenuss umnebelter (= berauschter) Kopf, Blick

Thesaurus

Synonymgruppe
kaschieren · ↗tarnen · ↗umhüllen · ↗ummänteln · umnebeln · ↗verbergen · ↗verdecken · ↗verfälschen · ↗verhüllen · ↗verkleiden · ↗vernebeln · ↗verschleiern · ↗verstecken · ↗vertuschen · ↗verwischen · ↗zudecken  ●  unter den Teppich kehren  fig.
Assoziationen
Militär
Synonymgruppe
einnebeln · umnebeln · ↗vernebeln

Typische Verbindungen zu ›umnebeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›umnebeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›umnebeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Namentlich in der Musik sind wir immer noch von den Theorien irgendeiner mystischen Erzeugung umnebelt.
Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 02.03.1933
Wenn der Mann an einem vorüber schwebt, in süßen schweren Duft gehüllt, sind alle Gehirnwindungen umnebelt.
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2004
Aber immer noch werden sie in einer harten, nicht mehr patriarchalischen Zeit angewandt und umnebeln die Gedanken und schläfern sie ein.
Die Zeit, 28.02.1975, Nr. 10
Aber das Aufräumen verursacht Kopfzerbrechen und wirbelt Staub auf, der die ewig schaffenden Kräfte umnebelt und unsern Blicken verhüllt.
Thoma, Hans: Im Winter des Lebens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 15516
Wir aber lachen über den Versuch, die Hohlheit des Baal mit göttlicher Anbetung, Weihrauch und Feuilletons zu umnebeln.
Tucholsky, Kurt: Herr und Frau Wichtig lassen zu Tisch bitten! In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1929]
Zitationshilfe
„umnebeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/umnebeln>, abgerufen am 17.01.2021.

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