umschmeicheln

GrammatikVerb · umschmeichelte, hat umschmeichelt
Aussprache
Worttrennungum-schmei-cheln
Wortzerlegungum-schmeicheln
eWDG, 1976

Bedeutung

jmdn. schmeichelnd umgeben
a)
jmdm. mit Worten schmeicheln, mit jmdm. schöntun
Beispiele:
ihre Liebhaber umschmeicheln sie täglich
zu einer Zeit, wo ihn Herzoginnen und Fürstinnen umschmeicheln [St. ZweigBalzac162]
b)
mit jmdm. zärtlich sein, jmdn. liebkosen
Beispiele:
ihre Augen umschmeichelten mich
das Kind hat die Mutter umschmeichelt
bildlich
Beispiel:
Die hochzivilisierte Atmosphäre des »Berghofs« umschmeichelte ihn [Th. MannZauberb.2,703]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) hofieren · (sich) bemühen um (jemanden) · (sich) heranmachen an · ↗nachlaufen · ↗nachrennen · ↗nachstellen · umschmeicheln · ↗umwerben · ↗werben (um)  ●  (eine) Charmeoffensive (starten)  fig., variabel · (jemandem) den Hof machen  fig. · ↗(sich) ranschmeißen  ugs., salopp · (ständig) herumschleichen (um)  ugs., salopp · ↗buhlen (um)  geh., veraltet · ↗freien (um)  geh., veraltet · hinter jemandem her sein  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Figur Haut Kamera Körper Melodie Nase Ohr Publikum Schulter Ton Wähler gern sanft umwerben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›umschmeicheln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Obwohl er nur noch selten Tore schießt, umschmeicheln sie den strauchelnden Star mit Angeboten.
Der Tagesspiegel, 17.02.2003
Und umschmeicheln wird man uns, jetzt wo die Restaurants nicht mehr wochenlang vorher ausgebucht sind.
Die Zeit, 07.05.1993, Nr. 19
Man tröstet sie, umschmeichelt sie, trägt sie fast auf den schon vorher ausgesuchten Platz, wo sie singen soll.
Kafka, Franz: Josefine, die Sängerin. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1924], S. 9383
Die immer noch bleibende Hoffnung, sie könne mir auf der Straße eines Tages begegnen, umschmeichelte mich mit spannenden Bildern.
Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 1042
In der Hand hielt er, hob er und senkte er, umschmeichelte er und bedrohte er ein abgeschnittenes Haupt.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 164
Zitationshilfe
„umschmeicheln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/umschmeicheln>, abgerufen am 22.02.2019.

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