Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

umschmeicheln

Grammatik Verb · umschmeichelt, umschmeichelte, hat umschmeichelt
Aussprache 
Worttrennung um-schmei-cheln
Wortzerlegung um- schmeicheln
eWDG

Bedeutung

jmdn. schmeichelnd umgeben
a)
jmdm. mit Worten schmeicheln, mit jmdm. schöntun
Beispiele:
ihre Liebhaber umschmeicheln sie täglich
zu einer Zeit, wo ihn Herzoginnen und Fürstinnen umschmeicheln [ St. ZweigBalzac162]
b)
mit jmdm. zärtlich sein, jmdn. liebkosen
Beispiele:
ihre Augen umschmeichelten mich
das Kind hat die Mutter umschmeichelt
bildlich
Beispiel:
Die hochzivilisierte Atmosphäre des »Berghofs« umschmeichelte ihn [ Th. MannZauberb.2,703]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) hofieren · (sich) bemühen um (jemanden) · (sich) heranmachen (an) · nachlaufen · nachrennen · nachstellen · umschmeicheln · umwerben · werben (um)  ●  (eine) Charmeoffensive (starten)  fig., variabel · (jemandem) den Hof machen  fig. · (sich) ranschmeißen  ugs., salopp · (ständig) herumschleichen (um)  ugs., salopp · buhlen (um)  geh., veraltet · freien (um)  geh., veraltet · hinter jemandem her sein  ugs.
Assoziationen
  • (jemanden) haben wollen · (jemanden) kriegen wollen · (sein) Interesse zeigen · (sich) interessieren für · (sich) interessiert zeigen an · Lust auf (jemanden) · interessiert an  ●  geil auf (jemanden)  derb · heiß auf (jemanden)  ugs. · hinter jemandem her  ugs. · scharf auf (jemanden)  ugs.
  • (einer Frau) nachsteigen · fensterln
  • (eine) Charmeoffensive (starten)  ●  es auf die nette Tour versuchen  ugs. · versuchen, freundlich rüberzukommen  ugs.
  • (sich jemandem) an den Hals werfen · (sich jemandem) aufdrängen  ●  (sich) ranschmeißen (an)  ugs.

Typische Verbindungen zu ›umschmeicheln‹ (berechnet)

Fernsehkumpel Körper Nase Ohr Wähler

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›umschmeicheln‹.

Verwendungsbeispiele für ›umschmeicheln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und umschmeicheln wird man uns, jetzt wo die Restaurants nicht mehr wochenlang vorher ausgebucht sind. [Die Zeit, 07.05.1993, Nr. 19]
Obwohl er nur noch selten Tore schießt, umschmeicheln sie den strauchelnden Star mit Angeboten. [Der Tagesspiegel, 17.02.2003]
Noch während sie packt, kommt eine junge Frau zu ihr und umschmeichelt sie. [Die Zeit, 08.02.1982, Nr. 06]
Man tröstet sie, umschmeichelt sie, trägt sie fast auf den schon vorher ausgesuchten Platz, wo sie singen soll. [Kafka, Franz: Josefine, die Sängerin. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1924], S. 9383]
Eine leichte Musik, bald gefühlvoll und weich, bald kapriziös, prickelnd, umschmeichelt uns. [Kölnische Volkszeitung und Handelsblatt (Morgenausgabe), 11.01.1928]
Zitationshilfe
„umschmeicheln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/umschmeicheln>.

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