unanfechtbar

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-an-fecht-bar
Wortzerlegung un-anfechtbar
eWDG

Bedeutungen

1.
nicht anzufechten
a)
in seiner Rechtmäßigkeit durch keinen Einspruch angreifbar
Beispiele:
ein unanfechtbarer Vertrag
eine unanfechtbare Entscheidung
das Urteil ist (juristisch) unanfechtbar
b)
in seiner Richtigkeit durch keinen Einwand angreifbar, unbestreitbar
Beispiele:
seine Behauptung, These, sein Beweis ist unanfechtbar
neue grundlegende und unanfechtbare Erkenntnisse der Biochemie [ BrugschArzt108]
2.
moralisch unantastbar
Beispiel:
Ihr war, als sei sie wieder die unanfechtbare Josepha von früher [ L. Frank6,433]

Thesaurus

Synonymgruppe
nicht zu leugnen · nicht zu widerlegen · unanfechtbar · ↗unangreifbar · ↗unbestreitbar · ↗unbezweifelbar · ↗unleugbar · ↗unwiderlegbar · ↗unwiderleglich · ↗unzweifelhaft · ↗zweifelsfrei · ↗zwingend  ●  ↗hart (Fakten)  ugs., fig. · nicht in Abrede zu stellen  geh. · ↗unabweisbar  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unanfechtbar‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unanfechtbar‹.

Verwendungsbeispiele für ›unanfechtbar‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn alles durchgestanden ist, wenn alle Illusionen verbraucht sind - erst dann steht man unanfechtbar da.
Der Tagesspiegel, 07.10.1998
Hier ging das sinnvoll gelebte Leben eines moralisch unanfechtbaren Charakters zu Ende.
o. A.: ANTIFASChiST, ARBEITERBEWEGTER, ADOPTIVVATER DES GRUNDGESETZES - EIN REICHES LEBEN. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1985]
Die Entscheidung des Vormundschaftsgerichts bedarf keiner Begründung; sie ist unanfechtbar.
o. A.: Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit1 (FGG). In: Schönfelder: Deutsche Gesetze : Sammlung des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts (Ergänzungslieferung), München: Beck 1997
Der Beschluß, durch den das Armenrecht bewilligt wird, ist unanfechtbar.
Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 347
Die Unterbrechung dauert fort, bis der Verwaltungsakt unanfechtbar geworden ist oder das Verwaltungsverfahren, das zu seinem Erlaß geführt hat, anderweitig erledigt ist.
o. A.: Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG). In: Sartorius 1: Verfassungs- und Verwaltungsgesetze der Bundesrepublik Deutschland, München: Beck 1998
Zitationshilfe
„unanfechtbar“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unanfechtbar>, abgerufen am 08.03.2021.

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