unanfechtbar

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-an-fecht-bar (computergeneriert)
Wortzerlegungun-anfechtbar
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
nicht anzufechten
a)
in seiner Rechtmäßigkeit durch keinen Einspruch angreifbar
Beispiele:
ein unanfechtbarer Vertrag
eine unanfechtbare Entscheidung
das Urteil ist (juristisch) unanfechtbar
b)
in seiner Richtigkeit durch keinen Einwand angreifbar, unbestreitbar
Beispiele:
seine Behauptung, These, sein Beweis ist unanfechtbar
neue grundlegende und unanfechtbare Erkenntnisse der Biochemie [BrugschArzt108]
2.
moralisch unantastbar
Beispiel:
Ihr war, als sei sie wieder die unanfechtbare Josepha von früher [L. Frank6,433]

Thesaurus

Synonymgruppe
nicht zu leugnen · nicht zu widerlegen · ↗unabweisbar · unanfechtbar · ↗unangreifbar · ↗unbestreitbar · ↗unbezweifelbar · ↗unleugbar · ↗unwiderlegbar · ↗unwiderleglich · ↗unzweifelhaft · ↗zweifelsfrei · ↗zwingend  ●  ↗hart (Fakten)  ugs., fig. · nicht in Abrede zu stellen  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unanfechtbar‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Argument Autorität Basis Bescheid Beschluß Beweis Entscheidung Instanz Logik Nachweis Planfeststellungsbeschluss Position Prinzip Tatsache Tatsachenentscheidung Urteil Wahrheit Weise absolut endgültig juristisch moralisch nahezu rechtlich rechtskräftig sauber scheinbar wissenschaftlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unanfechtbar‹.

Verwendungsbeispiele für ›unanfechtbar‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn alles durchgestanden ist, wenn alle Illusionen verbraucht sind - erst dann steht man unanfechtbar da.
Der Tagesspiegel, 07.10.1998
Hier ging das sinnvoll gelebte Leben eines moralisch unanfechtbaren Charakters zu Ende.
o. A.: ANTIFASChiST, ARBEITERBEWEGTER, ADOPTIVVATER DES GRUNDGESETZES - EIN REICHES LEBEN. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1985]
Die Entscheidung des Vormundschaftsgerichts bedarf keiner Begründung; sie ist unanfechtbar.
o. A.: Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit1 (FGG). In: Schönfelder: Deutsche Gesetze : Sammlung des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts (Ergänzungslieferung), München: Beck 1997
Der Beschluß, durch den das Armenrecht bewilligt wird, ist unanfechtbar.
Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 347
Die Unterbrechung dauert fort, bis der Verwaltungsakt unanfechtbar geworden ist oder das Verwaltungsverfahren, das zu seinem Erlaß geführt hat, anderweitig erledigt ist.
o. A.: Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG). In: Sartorius 1: Verfassungs- und Verwaltungsgesetze der Bundesrepublik Deutschland, München: Beck 1998
Zitationshilfe
„unanfechtbar“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unanfechtbar>, abgerufen am 25.01.2020.

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