Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

unanschaulich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-an-schau-lich
Wortbildung  mit ›unanschaulich‹ als Erstglied: Unanschaulichkeit
eWDG

Bedeutung

nicht anschaulich, nicht deutlich
Beispiele:
eine unanschauliche Darstellung, Schilderung
ein unanschaulicher Vortrag
etw. unanschaulich und trocken erzählen
unser unanschauliches und logisches Denken (= unser abstraktes und logisches Denken) [ KronasserSemasiologie113]

Thesaurus

Synonymgruppe

Verwendungsbeispiele für ›unanschaulich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Tönt das alles nicht zu unbedarft idealistisch, zu unanschaulich philosophisch, zu gepflegt und gebildet, statt erzählerisch konkret? [Die Zeit, 06.10.1989, Nr. 41]
Als Risiko ist das Übel permanent gegenwärtig und doch bloß potentiell, ist es geradezu unanschaulich, abstrakt und unsichtbar und doch immer gleich nah. [Süddeutsche Zeitung, 10.10.1996]
Ein "drittes Reich" muss anerkannt werden, zwar unanschaulich und unsinnlich, aber dennoch an sich bestehend und objektiv gegeben. [Süddeutsche Zeitung, 28.01.2002]
Die höheren Gefüge, etwa das Leben der Art, aber auch die menschliche Gemeinschaft, sind weitgehend unanschaulich und erst dem Begreifen zugänglich. [Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 331]
Vorschläge gibt es zwar, doch sie sind bislang noch grob, unüberprüft und völlig unanschaulich. [o. A.: Der Glaubensstreit Glaube. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1999]]
Zitationshilfe
„unanschaulich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unanschaulich>.

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