unansehnlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-an-sehn-lich (computergeneriert)
Wortzerlegungun-ansehnlich
Wortbildung mit ›unansehnlich‹ als Erstglied: ↗Unansehnlichkeit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
nicht (mehr) gut aussehend
a)
Beispiele:
eine unansehnliche Person, Frau, Gestalt, Erscheinung
jmd. wirkt unansehnlich
warum ihr Neffe jetzt stark verliebt war in das höchst unansehnliche kleine Ding aus dem Nachbarhaus [SeghersDie Toten6,137]
b)
abgenutzt und schäbig
Beispiele:
unansehnliche Kleidungsstücke
das Buch war unansehnlich geworden, sah unansehnlich aus
Wir finden einen kleinen, äußerlich ganz unansehnlichen Backsteinbau [GoesAber im Winde285]
2.
zahlenmäßig gering, unzulänglich
Beispiele:
unansehnliche Ersparnisse
ein unansehnliches Vermögen
eine unansehnliche Summe, Menge

Thesaurus

Synonymgruppe
(das) Auge beleidigen(d) · (eine) Beleidigung fürs Auge · kein schöner Anblick · ↗reizlos · unansehnlich · ↗unattraktiv · ↗ungestalt · ↗unschön · ↗unästhetisch  ●  ↗hässlich  Hauptform · schiach  ugs., bair., österr. · ↗schiech  ugs., bair., österr.
Assoziationen
Synonymgruppe
nachlässig (Kleidung) · ohne Schick · unansehnlich  ●  ↗unelegant  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Areal Betonklotz Brache Fassade Flecken Fußball Fußballspiel Gekicke Haufen Hinterhof Kasten Klumpen Knolle Partie Plattenbau Spielweise Uniform Wohnblock braun dick eher geworden grau häßlich höchst schmutzig teilweise ziemlich Äußere äußerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unansehnlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allein, es passiert nicht viel, die ersten 45 Minuten waren unansehnlich.
Die Zeit, 19.06.2012, Nr. 25
So ein unansehnliches Kind müsse von einem anderen Mann sein.
Bild, 27.05.2004
Ältere Pflanzen verkahlen allerdings leicht von unten her und sehen dann unansehnlich aus.
Reinhardt Höhn, Blumen für den Balkon: Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag 1976, S. 39
Der Lack ist ziemlich hart, häufig stark nachgedunkelt und daher unansehnlich.
Dräger, Hans-Heinz: Grancino (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 31507
Der rote Rock lag verknüllt und unansehnlich vor dem Bett.
Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr, München: R. Piper & Co. Verlag 1961, S. 171
Zitationshilfe
„unansehnlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unansehnlich>, abgerufen am 17.10.2019.

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