Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

unaufhörlich

Grammatik Adjektiv · attributiv, adverbiell
Aussprache 
Worttrennung un-auf-hör-lich
eWDG

Bedeutung

ohne Unterbrechung fortdauernd
a)
pausenlos fortdauernd, nicht enden wollend, unablässig
Beispiele:
in unaufhörlicher Bewegung sein
es regnete, schneite unaufhörlich
das Telefon klingelte unaufhörlich
unaufhörlich reden, lachen, singen
unaufhörlich an etw. denken
ihr Herz klopfte unaufhörlich
so erschöpften sich denn die Sprecherinnen des Abends in unaufhörlichen Lobpreisungen bürgerlicher und ehelicher Tugenden [ HagelstangeSpielball30]
b)
rastlos
Beispiel:
sie schafft unaufhörlich von morgens bis abends

Thesaurus

Synonymgruppe
(es ist) kein Ende abzusehen · (es ist) kein Ende in Sicht · ...marathon · Dauer... · Endlos... · Marathon... · endlos · endlos weiter · immer weiter · nicht abreißen · nicht enden wollen · nicht enden wollend · uferlos · unaufhörlich · unbeschränkt · unendlich · unermesslich · unmessbar · unzählig · überlang  ●  ad infinitum  lat. · bis zum Gehtnichtmehr  ugs.
Assoziationen
  • Dauerproblem · kein Ende abzusehen · kein Ende in Sicht  ●  (eine) unendliche Geschichte  ugs., fig. · Dauerbaustelle  ugs., fig. · kein Land in Sicht  ugs., fig. · never ending story  ugs., Jargon, engl., fig.
  • andauernd · endlos · immer wieder einmal · immer wieder mal · immer wiederkehrend · in regelmäßigen Abständen · wieder und wieder · wiederholt · wiederholte Male · zum wiederholten Male  ●  Und täglich grüßt das Murmeltier.  Spruch · immer wieder  Hauptform · (es ist) immer wieder das Gleiche  ugs. · aber und abermals  geh., veraltet · am laufenden Meter  ugs. · dauernd  ugs. · ein(s) ums andere Mal  ugs. · ewig  ugs. · immer und ewig  ugs. · immer wieder das gleiche Spiel  ugs.
  • bis zum Überdruss · im Übermaß · mehr als genug · mehr als gut tun würde · mehr als gut wäre · über... · übergenug · überreichlich  ●  ad nauseam  geh., lat. · bis der Arzt kommt  ugs., fig. · bis die Haare bluten  ugs., fig. · bis es jemandem zu den Ohren (wieder) herauskommt  ugs. · bis zum Abwinken  ugs., fig. · bis zum Erbrechen  ugs., fig. · bis zum Gehtnichtmehr  ugs. · bis zum Tezett  ugs., veraltend · bis zum Umfallen  ugs., fig. · bis zum tz  ugs., veraltend · bis zur Vergasung  derb, fig., veraltend · ohne Ende  ugs.
  • ausgedehnt · enervierend (langsam) · ganz allmählich · geraume Zeit dauernd · langatmig · lange Zeit dauernd · lange dauernd · langwierig · mühsam · nervtötend · quälend · schleppend · umständlich · viel Zeit kostend · weitläufig · zeitraubend  ●  harzig  schweiz.
  • (gar) nicht wieder aufhören (zu) · endlos weiter... · kein Ende finden · unaufhörlich weiter...
  • an kein Ende kommen · kein Land sehen · so schnell nicht fertig werden
Synonymgruppe
endlos · unaufhörlich · unbegrenzt · unendlich groß  ●  ad infinitum  geh., lat. · infinit  geh., lat.
Synonymgruppe
beharrlich · dauernd · laufend · nonstop · ohne Unterbrechung · ohne Unterlass · ohne abzusetzen · pausenlos · ständig · unablässig · unaufhörlich · unausgesetzt · unentwegt  ●  ununterbrochen  Hauptform · am laufenden Band  ugs. · in einer Tour  ugs.
Oberbegriffe
  • in einer bestimmten Häufigkeit · in einer bestimmten Regelmäßigkeit · mehr oder weniger oft · mehr oder weniger regelmäßig · mit einer bestimmten Auftretenswahrscheinlichkeit · mit einer bestimmten Häufigkeit  ●  so oft  Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich dauernd) wiederholend · (sich) endlos wiederholend · (sich) unablässig wiederholend · gebetsmühlenartig · gleichklingend · gleichtönend · immer wiederkehrend · in nicht enden-wollendem Gleichklang · in nicht enden-wollender Stereotypie · monoton · nicht enden-wollend · penetrant · repetitiv · ständig · unablässig · unaufhörlich  ●  ostinato (Musik)  ital. · in Dauerschleife  ugs. · iterativ  fachspr. · mantrahaft  ugs. · rekurrent  fachspr.
Assoziationen
  • (jetzt) fang nicht (schon) wieder damit an  ugs. · leg mal 'ne andere Platte auf  ugs., Spruch · man kann's (bald) nicht mehr hören  ugs., variabel

Typische Verbindungen zu ›unaufhörlich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unaufhörlich‹.

Verwendungsbeispiele für ›unaufhörlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In rasender Geschwindigkeit dreht es sich unaufhörlich um sich selbst. [Welt und Wissen, 1932, Nr. 2, Bd. 21]
Die Augen sind auf dem Weg in eine unaufhörliche Vergrößerung. [Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 419]
Aber diesem unaufhörlichen Wechsel der inhaltlichen Qualitäten stellt nun das Bewußtsein die Einheit seiner selbst und seiner Form gegenüber. [Cassirer, Ernst: Philosophie der symbolischen Formen, Darmstadt: Wiss. Buchges. 1994 [1923], S. 15]
In den folgenden Jahren bemühte er sich unaufhörlich um die Gewinnung der Schweizer. [Stupperich, R.: Bucer. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 8295]
Es drängt mich vorwärts, es schlägt in mir unaufhörlich Musik. [konkret, 1993]
Zitationshilfe
„unaufhörlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unaufh%C3%B6rlich>.

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