unausgeglichen

Grammatik Adjektiv · attributiv (in Verbindung mit »sein«)
Aussprache 
Worttrennung un-aus-ge-gli-chen
Wortzerlegung un-ausgeglichen
Wortbildung  mit ›unausgeglichen‹ als Grundform: ↗Unausgeglichenheit

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. voll wechselnder Stimmungen, von seinen Stimmungen, Launen abhängig, unharmonisch
  2. 2. [Bankwesen, Wirtschaft] ...
    1. [Kaufmannssprache] nicht beglichen
eWDG

Bedeutungen

1.
voll wechselnder Stimmungen, von seinen Stimmungen, Launen abhängig, unharmonisch
Beispiele:
ein unausgeglichener Mensch, Charakter
ein unausgeglichenes Verhalten
jmd. hat ein unausgeglichenes Wesen
unausgeglichen sein
2.
Bankwesen, Wirtschaft
Beispiel:
eine unausgeglichene Zahlungsbilanz (= eine Zahlungsbilanz, bei der Soll und Haben nicht ausgeglichen sind)
Kaufmannssprache nicht beglichen
Beispiel:
eine unausgeglichene Rechnung, Schuld

Thesaurus

Synonymgruppe
(mit / es gibt) zu viel (...) · (mit / es gibt) zu wenig (...) · ↗(zu) ...betont · ↗...lastig · nicht ausbalanciert · nicht im Verhältnis · nicht in Balance · nicht in der (richtigen) Proportion · unausgeglichen · ↗unausgewogen · unproportional (viel) · ↗unverhältnismäßig (viel)  ●  in Schieflage  fig. · nicht im (richtigen) Verhältnis stehen  variabel
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unausgeglichen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unausgeglichen‹.

Verwendungsbeispiele für ›unausgeglichen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bin mir nicht schlüssig, weshalb er so unausgeglichen ist.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 120
Es ist unausgeglichener und dabei zugleich oft genug außerordentlich viel strenger und rigoroser.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 2, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 424
Ich bin tatsächlich erschöpft, aber ich bin zu unausgeglichen, um mich ausruhen zu können.
Genazino, Wilhelm: Die Liebesblödigkeit, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2005, S. 86
Daß Sie nicht perfekt sind, macht Sie von Januar bis März manchmal etwas unausgeglichen.
Bild, 31.12.2004
Alles in allem präsentierte sich die Veranstaltung als eher unausgeglichen.
Der Tagesspiegel, 16.06.1998
Zitationshilfe
„unausgeglichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unausgeglichen>, abgerufen am 06.03.2021.

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