unausstehlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-aus-steh-lich (computergeneriert)
formal verwandt mitausstehen
eWDG, 1976

Bedeutung

abwertend unerträglich, abstoßend
a)
widerlich im Verhalten den Mitmenschen gegenüber
Beispiele:
eine unausstehliche Person
ein unausstehlicher Mensch
umgangssprachlich ein unausstehlicher Kerl
jmd. ist unausstehlich, wird immer unausstehlicher
du bist heute unausstehlich!
ich finde diese Leute unausstehlich
adverbiell
übertrieben, sodass man davon unangenehm berührt ist
Beispiel:
sie ist unausstehlich neugierig, freundlich
b)
widerlich in seiner Wirkung, besonders auf die Sinnesorgane
Beispiel:
ein unausstehlicher Geruch, Lärm

Thesaurus

Synonymgruppe
abstoßend · unausstehlich · ↗unerträglich · ↗unsympathisch · ↗widerwärtig  ●  ↗eklig  ugs. · ↗ätzend  ugs.
Synonymgruppe
bärbeißig · ↗grantig · ↗griesgrämig · ↗knurrig · ↗launisch · ↗missgelaunt · ↗missgestimmt · ↗misslaunig · ↗missmutig · ↗missvergnügt · mit sich im Hader · mit sich und der Welt im Unreinen · ↗mürrisch · nicht zu Späßen aufgelegt · unausstehlich · ↗unleidlich · ↗unwillig · ↗unwirsch · ↗unzufrieden · ↗verdrießlich · ↗verdrossen · ↗übellaunig  ●  ↗schlecht gelaunt  Hauptform · (Gesicht) wie sieben Tage Regenwetter  ugs. · (sich selbst) nicht leiden können  ugs., scherzhaft-ironisch, fig. · ↗brummig  ugs. · ↗dysphorisch  fachspr., medizinisch · ↗gereizt  ugs. · grummelig  ugs. · kann sich selbst nicht leiden  ugs. · ↗miesepetrig  ugs. · ↗muffelig  ugs. · ↗sauertöpfisch  ugs. · schlecht drauf  ugs. · schlechte Stimmung verbreitend  ugs. · ↗ungemütlich  ugs. · ↗ungenießbar  ugs. · ↗ungnädig  ugs., ironisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kerl meist oft unwiderstehlich ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unausstehlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das kann einer doch nur mit Schmunzeln von sich sagen, sonst ist er unausstehlich.
Die Zeit, 31.03.2003, Nr. 13
Er findet die meiste Musik, die heute veröffentlicht wird, einfach unausstehlich.
Süddeutsche Zeitung, 11.09.2001
Der Künstler erreicht immer eine Stellung, das hält uns aber absolut nicht ab, unser Leben unausstehlich zu finden - trotz Feuerbach.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 30280
Die Kartenkünstler haben meistens eine unausstehliche Manier, ihre Geheimnisse nicht zu verraten.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 24445
Ich spürte dies bald sehr an dem unausstehlich beißenden Staub, der durch alle Ritzen und Fugen in den Wagen drang und die Schleimhäute heftig reizte.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Zitationshilfe
„unausstehlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unausstehlich>, abgerufen am 26.03.2019.

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