unbegründet

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-be-grün-det
eWDG

Bedeutung

ohne stichhaltige Begründung, unberechtigt
Beispiele:
eine unbegründete Hoffnung, Angst, Abneigung
seine Bedenken, Vorwürfe sind unbegründet
dein Misstrauen ist völlig unbegründet
einen Verdacht, eine Anschuldigung als unbegründet zurückweisen
er kann eine solche Behauptung nicht unbegründet (= kann sie nur mit gutem Grund) aufstellen
es war nicht unbegründet, was er sagte
der Einspruch, die Berufung, Klage ist offensichtlich unbegründet
wenn der beschuldigte Bürger zur ersten ... Beratung unbegründet nicht erscheint [ Neue Justiz1968]

Thesaurus

Synonymgruppe
grundlos · ohne Grund · ohne Not · ohne erkennbares Motiv · ohne nachvollziehbaren Grund · ohne triftigen Grund · ohne vernünftigen Grund · ohne wirklichen Grund · ohne zwingenden Grund · unbegründet · ↗ungerechtfertigt · ungerechtfertigterweise · ↗unnötigerweise · ↗überflüssigerweise  ●  einfach so  ugs.
Assoziationen
Antonyme
  • begründet
Jura
Synonymgruppe
gegenstandslos · ↗haltlos · ↗hinfällig · nicht (weiter) der Rede wert · nicht mehr erforderlich · nicht weiter beachtenswert · ↗nichtig · unbegründet · ↗unhaltbar  ●  ↗(hat sich) erledigt  ugs. · Wegfall der Geschäftsgrundlage  fachspr., veraltet, juristisch · ↗obsolet (geworden)  geh.
Assoziationen
  • (sich) erübrigen · Muster ohne Wert · die Mühe nicht wert · ↗fruchtlos · nichts wert · ↗nutzlos · ohne Sinn und Zweck · ↗sinnlos · ↗umsonst · unnotwendig · ↗unnötig · ↗unnütz · ↗wertlos · zu nichts nutze · zu nichts nütze · ↗zwecklos · ↗überflüssig  ●  sinn- und zwecklos  Hauptform · (den/die/das) kannst du in der Pfeife rauchen  ugs., fig. · (sich etwas) schenken können  ugs. · (sich etwas) sparen können  ugs. · ↗akademisch  geh. · der Mühe nicht wert  geh. · entbehrenswert  geh. · ↗entbehrlich  geh. · ↗müßig  geh. · nicht der Mühe wert  geh. · nichts bringen  ugs. · ↗verzichtbar  geh. · überflüssig wie ein Kropf  ugs.
  • Wegfall der Geschäftsgrundlage (jur., seit 2002 anders bezeichnet)  ●  Störung der Geschäftsgrundlage  juristisch
  • (daraus) wird nichts · ↗(sich) erübrigen · ↗(sich) zerschlagen · abgesagt werden · ↗ausfallen · ↗entfallen · ersatzlos gestrichen werden · gecancelt werden · gestrichen werden · hinfällig werden · nicht mehr nötig sein · nicht stattfinden · nicht zustande kommen · ↗platzen (Geschäft, Hochzeit, Reise, Termin, Finanzierung ...) · ↗wegfallen · überflüssig werden  ●  (sich) erledigen (meist Vergangenheits-Tempora: hat sich erledigt ...)  ugs. · ↗flachfallen  ugs. · ins Wasser fallen  ugs., fig. · vergebliche Liebesmüh sein (im Konjunktiv: das wäre...)  ugs.
  • (jemandem) schleierhaft (sein) · (jemandem) unverständlich (bleiben) · keinen Sinn ergeben (für) · ↗paradox (sein) · ↗unlogisch (sein)  ●  weder Hand noch Fuß haben  fig. · nicht zusammenpassen  ugs., fig.
  • keine Substanz haben · nicht tragfähig (sein)  ●  (da ist) nichts dahinter  ugs.
  • aufgegeben · das Thema ist abgeschlossen · hat sich erledigt · nicht mehr aktuell · nicht mehr im Gespräch · nicht weiterverfolgt werden  ●  gestorben  fig. · vom Tisch (sein)  fig. · abgehakt  ugs.
Synonymgruppe
abwegig · ↗fragwürdig · ↗haltlos · nicht nachvollziehbar · unbegründet · ↗unsachlich  ●  an den Haaren herbeigezogen  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unbegründet‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbegründet‹.

Verwendungsbeispiele für ›unbegründet‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich kann mich über die Kritik nur wundern, sie ist unbegründet.
Der Tagesspiegel, 06.02.2004
Die ganze Geschichte war völlig unbegründet, ich erwarte eine komplette Rehabilitation.
Bild, 15.03.2003
Ellas Scheu vor dem Lesen erwies sich dann als unbegründet.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 261
Jetzt muß es sich auch noch seiner selbst als unbegründet und unbegründbar vor dem überlegenen Wissen schämen.
Jonas, Hans: Das Prinzip der Verantwortung, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1979, S. 50
Wegen unbegründeten Krankmeldens wurden mir sogar fünf Tage streng diktiert.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8842
Zitationshilfe
„unbegründet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unbegr%C3%BCndet>, abgerufen am 16.01.2021.

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