unbegreiflich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-be-greif-lich
Wortbildung  mit ›unbegreiflich‹ als Erstglied: ↗Unbegreiflichkeit · ↗unbegreiflicherweise
eWDG

Bedeutung

(für den Augenblick) nicht zu begreifen
Beispiele:
eine unbegreifliche Veränderung
der Schmuck war auf unbegreifliche Art, Weise verschwunden
es geschah etwas Unbegreifliches
unverständlich, nicht nachzuempfinden
Beispiele:
es ist unbegreiflich, dass er sich [Dativ] so etw. gefallen lässt
es ist mir unbegreiflich, dass so etw. passieren konnte
der Unfall ist uns allen unbegreiflich
jmd., etw. erscheint jmdm. unbegreiflich
sie fanden sein Benehmen, Verhalten unbegreiflich
alles Vergleichbare übersteigend
Beispiele:
die unbegreifliche Güte, Liebe dieses Menschen
das ist eine unbegreifliche Torheit, Frechheit
ein unbegreiflicher Leichtsinn
eine unbegreifliche Sorglosigkeit
überaus
Grammatik: adverbiell
Beispiele:
der Gesang der Nachtigall war unbegreiflich schön, lieblich
die Zeit verging unbegreiflich schnell

Thesaurus

Synonymgruppe
geheimnisvoll · ↗rätselhaft · unbegreiflich · ↗unerfindlich · ↗unergründlich · ↗unfassbar · ↗unfasslich  ●  ↗enigmatisch  geh. · ↗änigmatisch  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
abgründig · ↗entrückt · ↗geheimnisvoll · unbegreiflich · ↗unerforschbar · ↗unerforschlich · ↗unergründlich · unerkundbar · ↗unzugänglich
Synonymgruppe
(es gibt) keine Erklärung (für) · (jemandem) ein Rätsel · (jemandem) unbegreiflich · ↗(jemandem) unerklärlich · (sich) etwas nicht erklären können · aus unbegreiflichen Gründen · keine Erklärung haben (für) · nicht nachvollziehbar · ↗schleierhaft · schwer nachzuvollziehen · ↗schwer verständlich · ↗unklar · ↗unverständlich  ●  ↗(ein) Buch mit sieben Siegeln  fig. · vor einem Rätsel stehen  fig. · ↗(jemandem) unerfindlich  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unbegreiflich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbegreiflich‹.

Verwendungsbeispiele für ›unbegreiflich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist unbegreiflich, dass 24 Stunden nach dem Verbrechen nahezu 100 verdächtigte Personen verhaftet werden können, dass man das aber nicht vorher tun konnte.
Der Tagesspiegel, 18.03.2003
Sie fühlen sich von einer unbegreiflichen grausamen Macht ins Leben hineingestoßen.
Die Zeit, 11.10.1963, Nr. 41
In einer unbegreiflichen Verflechtung des Bewußtseins wurde sie zu seiner Mutter.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 47
Er fühlte sich ohnmächtig, grenzenlos ohnmächtig gegenüber der unbegreiflichen Macht, die ihn zwang, zu weinen.
Roth, Joseph: Radetzkymarsch, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1978 [1932], S. 123
Es war mit dem hilflosen Ausdruck eines Kindes gegen das Schicksal, gegen den unbegreiflichen grausamen Gott auf sie gerichtet.
Seidel, Ina: Das Wunschkind, Frankfurt a. M. u. a.: Ullstein 1987 [1930], S. 31
Zitationshilfe
„unbegreiflich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unbegreiflich>, abgerufen am 09.05.2021.

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