unbegreiflich
GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-be-greif-lich (computergeneriert)
Wortbildung mit ›unbegreiflich‹ als Erstglied: ↗Unbegreiflichkeit · ↗unbegreiflicherweise
eWDG, 1976

Bedeutung

(für den Augenblick) nicht zu begreifen
Beispiele:
eine unbegreifliche Veränderung
der Schmuck war auf unbegreifliche Art, Weise verschwunden
es geschah etwas Unbegreifliches
unverständlich, nicht nachzuempfinden
Beispiele:
es ist unbegreiflich, dass er sich [Dativ] so etw. gefallen lässt
es ist mir unbegreiflich, dass so etw. passieren konnte
der Unfall ist uns allen unbegreiflich
jmd., etw. erscheint jmdm. unbegreiflich
sie fanden sein Benehmen, Verhalten unbegreiflich
alles Vergleichbare übersteigend
Beispiele:
die unbegreifliche Güte, Liebe dieses Menschen
das ist eine unbegreifliche Torheit, Frechheit
ein unbegreiflicher Leichtsinn
eine unbegreifliche Sorglosigkeit
adverbiell
überaus
Beispiele:
der Gesang der Nachtigall war unbegreiflich schön, lieblich
die Zeit verging unbegreiflich schnell

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen
Synonymgruppe
abgründig · ↗entrückt · ↗geheimnisvoll · unerforschbar · ↗unerforschlich · ↗unergründlich · unerkundbar · ↗unzugänglich
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gleichgültigkeit Leichtsinn Nachsicht Schnelligkeit Torheit Tun Verirrungen Wunder anmutet beschämend betrüblich fast geradezu grausam letztlich nahezu paradox rätselhaft schier schlechterdings schlechthin schlichtweg unbegriffen unfaßbar unmenschlich unsichtbar unverantwortlich unverständlich unverzeihlich vollends

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbegreiflich‹.

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist unbegreiflich, dass 24 Stunden nach dem Verbrechen nahezu 100 verdächtigte Personen verhaftet werden können, dass man das aber nicht vorher tun konnte.
Der Tagesspiegel, 18.03.2003
Sie fühlen sich von einer unbegreiflichen grausamen Macht ins Leben hineingestoßen.
Die Zeit, 11.10.1963, Nr. 41
In einer unbegreiflichen Verflechtung des Bewußtseins wurde sie zu seiner Mutter.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 47
Er fühlte sich ohnmächtig, grenzenlos ohnmächtig gegenüber der unbegreiflichen Macht, die ihn zwang, zu weinen.
Roth, Joseph: Radetzkymarsch, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1978 [1932], S. 123
Es war mit dem hilflosen Ausdruck eines Kindes gegen das Schicksal, gegen den unbegreiflichen grausamen Gott auf sie gerichtet.
Seidel, Ina: Das Wunschkind, Frankfurt a. M. u. a.: Ullstein 1987 [1930], S. 31
Zitationshilfe
„unbegreiflich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unbegreiflich>, abgerufen am 22.09.2017.

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