unbehaglich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-be-hag-lich
Wortbildung mit ›unbehaglich‹ als Erstglied: ↗Unbehaglichkeit
eWDG, 1976

Bedeutung

das Wohlbehagen, die Behaglichkeit stark beeinträchtigend
a)
ein unangenehmes Gefühl, Unbehagen erweckend
Beispiele:
ein unbehaglicher Raum, ein unbehagliches Zimmer
eine unbehaglich wirkende, eingerichtete Wohnung
es war unbehaglich und kalt
es herrschte eine unbehagliche Atmosphäre, Stimmung
ein unbehaglicher Gedanke
das Gespräch drohte unbehaglich zu werden
jmd., etw. wird, ist jmdm. unbehaglich
etw. mutet jmdn. unbehaglich an
b)
ein unangenehmes Gefühl, Unbehagen empfindend
Beispiele:
sich (sehr) unbehaglich fühlen
mir war, wurde (höchst) unbehaglich zumute
es war ihr unbehaglich, vor einer großen Menschenmenge zu sprechen
unbehaglich auf seinem Stuhl herumrutschen

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem ist / wird) mulmig (bei) · (jemandem ist etwas) nicht ganz geheuer · (jemandem ist) unbehaglich (bei) · (jemandem ist) ungemütlich (bei) · (jemandem ist) unwohl (bei)
Assoziationen
  • (eine) Nase haben für · (etwas) sagt jemandem sein Bauchgefühl · Lunte riechen · ↗spüren · ↗wittern  ●  den Braten riechen  fig. · im Urin haben  fig.
  • (sich) nicht ganz wohlfühlen (bei) · ein ungutes Gefühl haben (bei)  ●  (jemandem) ist nicht ganz wohl bei  fig. · Bauchschmerzen haben (bei)  fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ahnung Eindruck Empfindung Erinnerung Gedanke Gefühl Lage Situation Stimmung Zustand eher fremd fühlen höchst oft rutschen sehr stimmen winden ziemlich äußerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbehaglich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Frage war ihm offensichtlich unbehaglich und er versuchte auszuweichen.
Bild, 16.06.2001
Auch die anderen machen Witze, unbehagliche Witze, was sollen wir sonst tun.
Die Welt, 08.05.1999
Aber auf dem Land konnte einem unbehaglich werden nach so vielen Jahren.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 157
Es war ihm nun doch sehr unbehaglich, daß er davon angefangen hatte.
Wiechert, Ernst: Das einfache Leben, München: Ullstein Taschenbuchverl. 2000 [1946], S. 210
Die Arbeit wurde von Tag zu Tag unbehaglicher, düsterer, zermürbender.
Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 28
Zitationshilfe
„unbehaglich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unbehaglich>, abgerufen am 08.12.2019.

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