unbehelligt

GrammatikAdjektiv (in Verbindung mit »sein«, »bleiben«, »lassen«)
Aussprache
Worttrennungun-be-hel-ligt (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

ohne jede Belästigung, Störung
a)
Beispiele:
hier ist es ruhig, hier bist du unbehelligt
hier ist, bleibt man von Zuschauern unbehelligt
hier kannst du unbehelligt arbeiten
Auch genoß sie es, als Frau so unbehelligt zu sein [FrischStiller411]
b)
ungehindert
Beispiele:
unbehelligt in das Haus kommen
unbehelligt seines Weges gehen
Glöckner und Meßner waren fort, und unbehelligt und unaufgehalten stieg sie ... in den Turm selbst hinauf [FontaneGrete MindeI 1,304]
c)
von etw. Unangenehmem, von Verfolgung verschont
Beispiel:
er blieb bei der Razzia, Hausdurchsuchung unbehelligt

Thesaurus

Synonymgruppe
unbehelligt · ↗unbelästigt · ↗unbeschwert · ↗ungeschoren · ↗ungestört
Assoziationen
  • friedlich · ↗gutmütig (z.B. Pferd) · ↗mild · ↗sanft · ↗seelenruhig · ↗zahm
  • abgelegen · ↗abgeschieden · ↗abseitig · ↗außerhalb · ↗einsam · einsam und verlassen · ↗menschenleer · ↗öde  ●  ↗entlegen  Hauptform · (da) ist der Hund verfroren  ugs. · (da) sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht  ugs., sprichwörtlich · (eine) einsame Gegend  ugs. · ab vom Schuss  ugs. · am Arsch der Welt  derb · fernab der Zivilisation  geh. · in der Pampa  ugs. · in der Walachei  ugs., sprichwörtlich, fig. · jottwedee  ugs., berlinerisch · jwd  ugs., berlinerisch · weit ab vom Schuss  ugs. · weit vom Schuss  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

agieren ausreisen bleiben davonfahren davonkommen einigermaßen einreisen entkommen flanieren herumlaufen leben meist möglichst nachgehen nahezu schlendern spazieren tummeln unerkannt ungestört untertauchen vorerst weiterarbeiten weiterfahren weiterleben weiterreisen weiterziehen ziemlich zulaufen überqueren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbehelligt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Obwohl er nicht einmal seinen Namen geändert hatte, blieb er unbehelligt.
Der Tagesspiegel, 21.05.2003
Falls dort eingebrochen wird, bleibt zumindest das innere Netz unbehelligt.
C't, 1997, Nr. 6
An den Fenstertischen entlang kam man noch unbehelligt nach draußen.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 252
Beim Tee wollte er sitzen und spannende Geschichten hören, unbehelligt von den guten Geschäften, die er gegründet hatte.
Nadolny, Sten: Selim oder Die Gabe der Rede, München: Piper 1997 [1990], S. 36
Balla entsann sich nicht, jemals derart unbehelligt von Störungen im Arbeitsablauf gebaut zu haben.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 920
Zitationshilfe
„unbehelligt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unbehelligt>, abgerufen am 23.10.2019.

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