unbemerkt

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-be-merkt (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

von niemandem bemerkt
Beispiel:
ein bisher unbemerktes Gittertürchen [G. KellerGr. Heinrich4,454]
oft mit »bleiben«
etw., jmd. bleibt unbemerktetw., jmd. wird nicht bemerkt
Beispiele:
der Verlust blieb unbemerkt
unbemerkt verschwinden, hereinkommen
sich unbemerkt ins Haus schleichen
der Einbrecher ist unbemerkt entkommen
hat sie eigentlich die Torlampe ausgeknipst ... Um von Nachbarn unbemerkt zu bleiben? [U. BecherMänner204]

Thesaurus

Synonymgruppe
(möglichst) unauffällig · ↗heimlich · heimlich, still und leise · im Geheimen · im Stillen · im Verborgenen · in aller Stille · ↗insgeheim · ohne dass jemand das mitbekommt · ↗stillschweigend · unbemerkt · ↗unbeobachtet · ↗verborgen · verdeckt · ↗versteckt · ↗verstohlen  ●  hinter vorgehaltener Hand  fig. · im Hintergrund  fig. · in den Hinterzimmern  fig. · unter der Hand  fig. · unterm Tisch  fig. · bei Nacht und Nebel  ugs., fig. · ↗klammheimlich  ugs. · stickum  ugs. · stieke  ugs., veraltend, berlinerisch · ↗stiekum  ugs. · still und leise  ugs. · ↗ungesehen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
hintenherum  ●  (von der Öffentlichkeit weitgehend) unbemerkt  floskelhaft · durch die Hintertür  fig. · von hinten durch die Brust ins Auge  fig. · von hinten durch die kalte Küche  Spruch · ↗hintenrum  ugs.
Assoziationen
  • nicht erkennbar · nicht wahrnehmbar · unbemerkbar · ↗unerkennbar · ↗unmerklich  ●  ↗schleichend  Hauptform
  • hinterher · im Nachgang · im Nachhinein · in der Nachbetrachtung  ●  ↗nachträglich  Hauptform · ↗a posteriori  geh., lat., bildungssprachlich · von späterer Hand  geh.
  • unnötig kompliziert  ●  ↗(sehr) umständlich  Hauptform · von hinten durch die Brust ins Auge  fig. · über tausend Umwege  fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

anschleichen außen beinahe davonmachen eindringen einnisten einschleichen entkommen entschlüpfen entwenden fast geblieben heranschleichen huschen lautlos meist möglichst nahezu oftmals schleichen schlummern schlüpfen unbeabsichtigt ungewollt verhallen verstreichen vollziehen vorübergehen weithin zunächst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbemerkt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unbemerkt kletterte er auf das acht Meter hohe Dach eines angrenzenden Gebäudes.
Bild, 26.03.2004
Die Zahl könnte aber höher sein, denn wenn die Stürme über unbewohntes Gebiet fegen, blieben sie leicht unbemerkt.
Der Tagesspiegel, 07.08.2001
Und so tauchten sie stets unbemerkt in den Bergen unter.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 456
Bisher sind wir unbemerkt geblieben, als gehörten wir alle zum Wagen, aber wie lang?
Brecht, Bertolt: Mutter Courage und ihre Kinder, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1967 [1939], S. 9260
Dieses kleine, sehr wertvolle Werk scheint leider fast unbemerkt geblieben zu sein.
o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 5205
Zitationshilfe
„unbemerkt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unbemerkt>, abgerufen am 20.04.2019.

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