unbescheiden

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-be-schei-den
Wortbildung mit ›unbescheiden‹ als Grundform: ↗Unbescheidenheit
eWDG, 1976

Bedeutung

nicht bescheiden, zu anspruchsvoll
Beispiele:
ein unbescheidener Mensch
jmd. ist unbescheiden, tritt unbescheiden auf
unbescheidene Forderungen, Wünsche
in Höflichkeitsformeln, die eine Bitte, ein Anliegen beschönigen sollen
Beispiele:
ohne unbescheiden sein zu wollen, möchte ich Sie bitten ...
ist es sehr unbescheiden, wenn ich Sie darum bitte?
darf ich mir die unbescheidene Frage, Bitte erlauben, ob ...?

Thesaurus

Synonymgruppe
besitzgierig · ↗geldgierig · ↗gierig · ↗habgierig · ↗habsüchtig · ↗materialistisch · ↗raffgierig · unbescheiden · ↗unersättlich  ●  (dem) Geld hinterherjagen  ugs., variabel · (dem) schnöden Mammon frönen  geh., variabel · den Hals nicht vollkriegen können  ugs., variabel · ↗geldgeil  ugs. · ↗konsumgeil  ugs. · ↗konsumistisch  geh. · wie die Aasgeier  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anspruch Motto Titel Wunsch Ziel behaupten durchaus eher formulieren gar gerade gewohnt höchst keineswegs klingen meinen nennen nicht verkünden vielleicht ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbescheiden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So sind - nicht gerade unbescheiden - die Erwartungen der Bürger an die Bahn.
Der Tagesspiegel, 12.03.2001
Es wäre unbescheiden, von ihr auch noch schauspielerisches Talent zu fordern.
Süddeutsche Zeitung, 05.08.1995
Unbescheidene Mädchen braucht man nicht zu nehmen - es finden sich schon andere.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 25792
Ich wagte nicht, ihr zu folgen, um nicht unbescheiden zu erscheinen.
Meysenbug, Malwida von: Der heilige Michael. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1907], S. 3423
Bei allem Glauben an die unanzweifelbare Tugend meiner schönen Dame wurden in schwülen Nächten die Flüge meiner Phantasie verwegen und unbescheiden.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18497
Zitationshilfe
„unbescheiden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unbescheiden>, abgerufen am 19.04.2019.

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