unbeteiligt

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungun-be-tei-ligt (computergeneriert)
Wortzerlegungun-beteiligt
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
bei einem bestimmten Anlass im Gegensatz zu anderen kein sichtbares Interesse, keine Aufmerksamkeit zeigend, teilnahmslos
Beispiele:
trotz der schrecklichen Nachricht blieb er merkwürdig unbeteiligt
sie ging unbeteiligt neben den anderen her
unbeteiligt vor sich hin lächeln, blicken
eine unbeteiligte Miene aufsetzen
mit vollständig unbeteiligtem Gesicht, Blick dasitzen
er spielte die Rolle des unbeteiligten Zuhörers, Zuschauers
2.
Beispiel:
er war an dem Verbrechen unbeteiligt (= hat nicht als Mittäter an dem Verbrechen teilgenommen)

Thesaurus

Synonymgruppe
(innerlich) abwesend · ↗desinteressiert · ↗gleichgültig · ↗teilnahmslos · unbeteiligt  ●  wie die Ölgötzen  ugs. · wie ein Ölgötze  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
außenstehend · ↗extern · nicht einbezogen · nicht eingeweiht · nicht zugehörig · unbeteiligt
Synonymgruppe
(innerlich) unbeteiligt · ↗emotionslos · ↗leidenschaftslos · ohne Anteilnahme · ohne Gefühlsregung · ohne innere Beteiligung · wie ein Roboter · wie eine Maschine  ●  gefühlsamputiert  abwertend, fig. · affektlos  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augenzeuge Beobachter Betrachter Chronist Dorfbewohner Gesichtsausdruck Kontaktperson Miene Passant Passantin Verkehrsteilnehmer Zaungast Zeuge Zivilbevölkerung Zivilist Ziviliste Zivilperson Zuschauer Zuschauerin danebenstehen gänzlich kühl scheinbar unbefangen unbewaffnet unschuldig völlig zuschauen zusehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbeteiligt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So jedenfalls rollt der Musa irgendwie recht unbeteiligt über die Straßen.
Die Welt, 10.07.2004
Anders als der unbeteiligte Bürger, dessen Interesse als abstrakte Größe im Verfahren anwesend ist, kennt sich der Verletzte aus.
Süddeutsche Zeitung, 05.03.2001
Denn Dinge, die vital wichtig sind, nimmt man nicht unbeteiligt wahr.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 326
Warum sind wir früher an allen diesen Dingen gleichgültig und völlig unbeteiligt vorübergegangen?
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 253
Er sah sie jeden Tag, war ihr räumlich nahe und lebte doch unbeteiligt neben ihr her.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 302
Zitationshilfe
„unbeteiligt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unbeteiligt>, abgerufen am 26.04.2019.

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