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unbeweglich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-be-weg-lich
Wortbildung  mit ›unbeweglich‹ als Erstglied: Unbeweglichkeit
eWDG

Bedeutungen

1.
so beschaffen, dass es nicht bewegt werden kann
a)
starr, steif
Beispiel:
ein unbewegliches Maschinenteil, Verbindungsstück, Gelenk
b)
unbewegliches Vermögen, BesitzGrundbesitz, Liegenschaft, Immobilien
Beispiele:
das unbewegliche Eigentum
unbeweglicher Nachlass
c)
ein unbewegliches Festein an einen festen Kalendertag gebundenes Fest
Beispiel:
Weihnachten ist ein unbewegliches Fest
2.
sich nicht bewegend, ohne Bewegung
a)
Beispiele:
er saß unbeweglich auf seinem Platz
sie stand eine Weile unbeweglich (still)
unbeweglich daliegen, in seiner Stellung verharren
mit unbeweglichen Lippen sprechen
An verschiedenen Stellen hing Regendunst scheinbar unbeweglich aus tiefen Wolken auf das Wasser herab [ Hausm.Abschied76]
b)
starr und ausdruckslos
Beispiel:
mit unbeweglichem Gesicht, unbewglicher Miene zuhören
c)
übertragen
Beispiel:
er ist geistig sehr unbeweglich (= schwerfällig)

Thesaurus

Synonymgruppe
inflexibel · starr · unbeweglich · unbiegsam · unflexibel
Assoziationen
  • eingerostet · erstarrt · verhärtet · versteift (med.)
Synonymgruppe
bewegungslos · feststehend · immobil · rigide · starr · statisch · steif · unbeweglich · unveränderlich

Typische Verbindungen zu ›unbeweglich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbeweglich‹.

Verwendungsbeispiele für ›unbeweglich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So stand es unbeweglich, mit geschlossenen Beinen, mit schlaff herabhängenden Armen. [Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 117]
Nur der Priester blieb an der Wand stehen, unbeweglich wie bisher. [Jens, Walter: Nein, München: Piper 1968 [1950], S. 114]
So blieben die Heere mehrere Tage lang unbeweglich in ihren Stellungen. [Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 23639]
Das kleine Haus, in dem ich einmal gewohnt habe, steht unbeweglich. [Tucholsky, Kurt: Nachher. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1926], S. 2798]
Sie erscheint ihm schlicht unbeweglich, blind für die richtigen Reformen. [Die Zeit, 18.03.1999, Nr. 12]
Zitationshilfe
„unbeweglich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unbeweglich>.

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