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unbezähmbar

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-be-zähm-bar
Wortzerlegung un- bezähmbar
eWDG

Bedeutung

so groß, heftig, stark, dass man es nicht bezähmen kann
Beispiele:
ein unbezähmbarer Hunger, Durst
sie erfasste eine unbezähmbare Wut
ihre Neugierde war unbezähmbar

Thesaurus

Synonymgruppe
unbeugsam · unbezwingbar · unbezwinglich · unbezähmbar · unzähmbar
Synonymgruppe
(mit jemandem) durchgehen · nicht im Zaum zu halten · nicht unter Kontrolle zu halten · nicht zu bändigen · unbezähmbar · unkontrollierbar · wild
Assoziationen
  • (jemanden) ergreifen  fig. · (jemanden) heimsuchen  fig. · (jemanden) überkommen  fig. · (jemanden) übermannen  fig. · ergriffen werden (von)  fig., Hauptform · (etwas) überrieselt jemanden  ugs., fig. · (jemanden) packen  ugs., fig. · (sich) jemandes bemächtigen  geh., veraltend
  • (es sich) nicht verkneifen können (zu) · (jemandem) einfallen · (jemandem) kommt der Gedanke · (sich) (etwas) überlegen · (sich) einfallen lassen · auf den Gedanken verfallen (zu) · auf die Idee kommen (zu) · in den Sinn kommen · nichts Besseres zu tun haben als  ●  (auf einmal) ankommen mit  ugs. · (den) Einfall haben (...)  ugs. · (einen) Rappel kriegen (und...)  ugs. · (jemandem) belieben zu (es)  geh. · (jemanden) anwandeln  geh. · (jemanden) anwehen  geh. · (jemanden) überkommen (es)  geh. · (plötzlich) die Idee haben (...)  ugs. · (sich etwas) denken (bei)  ugs. · (sich) bemüßigt fühlen (zu)  geh., ironisierend · auf die glorreiche Idee kommen (zu)  ugs., ironisch · es für eine gute Idee halten (zu / dass)  ugs., ironisch · kommen (auf)  ugs. · um die Ecke kommen mit  ugs., fig. · verfallen auf  geh.
  • unbeugsam · unbezwingbar · unbezwinglich · unbezähmbar · unzähmbar
  • Anfall · Wutausbruch  ●  (seine) dollen (oder: dullen) fünf Minuten (haben)  ugs. · Koller  ugs. · Rappel  ugs.

Typische Verbindungen zu ›unbezähmbar‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unbezähmbar‹.

Verwendungsbeispiele für ›unbezähmbar‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber der Mann mit der unbezähmbaren Kampfesleidenschaft, der jetzt das Weltreich führte, gehörte nicht zu ihnen. [Die Zeit, 23.06.1961, Nr. 26]
Hier schlug früher das unbezähmbare Herz des immer unterdrückten Korsika. [Die Zeit, 13.05.1960, Nr. 20]
Freilich scheinen die damaligen Schauspieler unbezähmbare Naturen gewesen zu sein. [Die Zeit, 28.04.1949, Nr. 17]
Denn die Unbezähmbaren Löwen aus Kamerun traten, wie schon beim 1:1 gegen Österreich, herzhaft zu. [Süddeutsche Zeitung, 19.06.1998]
Auch die "unbezähmbaren Löwen" sind nach dem 1:1 gegen Österreich auf drei Punkte aus. [Der Tagesspiegel, 17.06.1998]
Zitationshilfe
„unbezähmbar“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unbez%C3%A4hmbar>.

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