undurchdringlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache [ʊndʊʁçˈdʀɪŋlɪç] · [ˈʊndʊʁçdʀɪŋlɪç]
Worttrennungun-durch-dring-lich
formal verwandt mitdurchdringen
Wortbildung mit ›undurchdringlich‹ als Erstglied: ↗Undurchdringlichkeit
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
so dicht, dass es nicht zu durchdringen ist
Beispiele:
ein undurchdringliches Gestrüpp
der Wald war undurchdringlich
undurchdringliche Wolken (= dichte Wolken, durch die die Sonne nicht durchdringt)
ein undurchdringlicher Nebel, Dunst
die Finsternis war undurchdringlich (= es war stockdunkel)
ein undurchdringliches Dunkel
übertragen
Beispiele:
ein undurchdringliches (= nicht zu lösendes) Rätsel
ein undurchdringliches (= nicht aufzudeckendes) Geheimnis
2.
sehr verschlossen, nicht zu durchschauen
Beispiele:
jmd. ist undurchdringlich
ein undurchdringlicher Mensch
etw. mit undurchdringlicher Miene sagen, anhören
Das sonst so belebte Gesicht des Majors blieb eine undurchdringliche Maske [U. BecherMänner138]

Thesaurus

Synonymgruppe
impermeabel · ↗undurchdringbar · undurchdringlich · ↗undurchlässig
Assoziationen
Synonymgruppe
dicht · ↗hermetisch · ↗luftdicht · undurchdringlich · ↗undurchlässig
Assoziationen
Synonymgruppe
nicht zu durchblicken · undurchdringlich · ↗undurchschaubar · ↗unergründlich
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Buschland Dickicht Dschungel Dunkel Filz Finsternis Gebüsch Geflecht Gespinst Gestrüpp Gewirr Grau Hecke Knäuel Kordon Labyrinth Miene Nebel Nebelwand Paragraphendschungel Regenwald Schleier Schutzwall Schwärze Unterholz Urwald Wildnis Wolkendecke scheinend schier

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›undurchdringlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So undurchdringlich ist das alles nicht, lernt man von Rose.
Die Welt, 23.03.2005
Sie selbst aber bleibt stumm, undurchdringlich, in ihrem Wesen unerkennbar.
Süddeutsche Zeitung, 27.06.1997
Unruhig blickte er um sich in das undurchdringliche Dunkel hinein.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 314
Sechs lange Tage hatte er es eingehüllt in einen dichten, undurchdringlichen Nebel.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 254
Das Atom ist raumerfüllend, undurchdringlich, schwer, es ist ewig und unzerstörbar.
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 2523
Zitationshilfe
„undurchdringlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/undurchdringlich>, abgerufen am 21.10.2019.

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