uneigentlich

GrammatikAdverb
Aussprache
Worttrennungun-ei-gent-lich
Wortbildung mit ›uneigentlich‹ als Erstglied: ↗Uneigentlichkeit
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich, scherzhaft leitet in Anknüpfung an »eigentlich« eine Entgegnung ein   wenn man von dem Vorhergesagten absieht, ohne Rücksicht auf das Vorhergesagte
Beispiel:
»Eigentlich habe ich keine Lust dazu.« »Aber uneigentlich könntest du es doch tun.«

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausdruck Existenz Existieren Gebrauch Geschichtlichkeit Integral Rede Redeweise Reise Sein Sinn Sprache Sprechen Verstehen Zeitlichkeit eigentlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›uneigentlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch die Bewohner beherrschen schon längst die Kunst des uneigentlichen Redens.
Der Tagesspiegel, 18.04.2000
Mir geht es bei den Techniken des uneigentlichen Sprechens nicht nur um technische Fragen, sondern auch um politische.
Die Zeit, 03.10.2011, Nr. 40
Faktisch hält sich das Dasein zunächst und zumeist in einem uneigentlichen Sein zum Tode.
Heidegger, Martin: Sein und Zeit, Tübingen: Niemeyer 1986 [1927], S. 251
Wir werden noch sehen, daß man von »Nachbildung« nur in sehr uneigentlichem Sinn reden darf.
Weber, Max: Roscher und Knies und die logischen Probleme der historischen Nationalökonomie. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre, Tübingen: Mohr 1922 [1903-1906], S. 63
Ebenfalls im uneigentlichen Sinne begegnet die S. als Grundkategorie in den naturrechtlich-naturwissenschaftlich bedingten Systemen der Moral.
Oyen, H. van: Selbstbehauptung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 36953
Zitationshilfe
„uneigentlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/uneigentlich>, abgerufen am 21.08.2019.

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