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unempfindlich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung un-emp-find-lich
Wortzerlegung un- empfindlich
Wortbildung  mit ›unempfindlich‹ als Erstglied: Unempfindlichkeit  ·  mit ›unempfindlich‹ als Letztglied: druckunempfindlich · schmerzunempfindlich · schmutzunempfindlich

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. widerstandsfähig
    1. immun
  2. 2. ⟨jmd. ist unempfindlich gegen etw.⟩ jmd. bleibt von etw. unberührt
  3. 3. nicht leicht schmutzend
eWDG

Bedeutungen

1.
widerstandsfähig
Beispiele:
gegen etw. unempfindlich sein
jmd. ist unempfindlich gegen Schmerzen, Kälte, Hitze
immun
Beispiele:
diese Erreger sind gegen Antibiotika unempfindlich
Man kann die Menschen gegen eine Krankheit unempfindlich machen [ K. v. FrischLeben94]
2.
jmd. ist unempfindlich gegen etw.jmd. bleibt von etw. unberührt
Beispiel:
er ist unempfindlich gegen Beleidigungen, Tadel
3.
nicht leicht schmutzend
Beispiele:
ein unempfindlicher Stoff, Einband
eine unempfindliche Farbe

Thesaurus

Synonymgruppe
immun · resistent · unempfindlich · unempfänglich · widerstandsfähig  ●  ...resistent  fachspr. · resistiv  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
abgestumpft · bräsig · dickhäutig · gefühllos · gefühlskalt · gleichgültig · grob · insensibel · mitleidlos · taktlos · teilnahmslos · unempfindlich · unsensibel  ●  abgebrüht  ugs. · dickfellig  ugs. · schmerzfrei  ugs.

Typische Verbindungen zu ›unempfindlich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unempfindlich‹.

Verwendungsbeispiele für ›unempfindlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So unempfindlich wird man uns einst doch nicht auf den Weg geschickt haben. [Wolf, Christa: Störfall: Berlin u. Weimar: Aufbau-Verlag 1987, S. 15]
Ich war also nicht so unempfindlich gegen Kritik wie man später oft behaupten wollte. [Thoma, Hans: Im Winter des Lebens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 18781]
Es hat seinen Sieg angetreten als unmißverständliches Symbol, unempfindlich gegen das metaphorische Spiel. [Die Zeit, 30.12.1998, Nr. 1]
Außerdem sind sie weitgehend unempfindlich gegenüber dem neuerdings wieder stärker schwankenden Dollar. [Die Zeit, 09.08.1996, Nr. 33]
Aber ich will nicht soweit gehen zu behaupten, wir seien unempfindlich für Ihre Kritik. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1982]]
Zitationshilfe
„unempfindlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unempfindlich>.

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