unentwegt

Grammatik Adjektiv · attributiv, adverbiell
Aussprache 
Worttrennung un-ent-wegt
eWDG

Bedeutung

mit großer Beharrlichkeit, Ausdauer, Standhaftigkeit
Beispiele:
er ist ein unentwegter Kämpfer
sich unentwegt für etw. einsetzen
unentwegt an etw. festhalten
jmdn. unentwegt mahnen
die paar Aufrechten und Unentwegten ... die nicht bereit sind, ihre Idee zu verraten [ JohoWendemarke20]
ohne Unterbrechung, pausenlos
Beispiele:
das Telefon klingelte unentwegt
unentwegt reden, singen, jmdn. anstarren
unentwegt dastehen, dasitzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

unentwegt Part.adj. ‘unerschütterlich, unablässig, beharrlich’ (1. Hälfte 19. Jh.), gebildet zu schweiz. entwegen ‘vom Fleck bewegen’, mhd. entwegen ‘auseinanderbewegen, scheiden, trennen’ bzw. zum zugehörigen Part.-adj. entwegt ‘unruhig’ (zur Herkunft s. ↗ent- und ↗bewegen). Das ursprünglich schweiz. Wort (besonders in Schriften der demokratischen Bewegung) wird durch Schriftsteller wie Gotthelf und Keller verbreitet.

Thesaurus

Synonymgruppe
beharrlich · ↗dauernd · ↗nonstop · ohne Unterbrechung · ohne Unterlass · ohne abzusetzen · ↗pausenlos · ↗ständig · ↗unablässig · ↗unaufhörlich · ↗unausgesetzt · unentwegt  ●  ↗ununterbrochen  Hauptform · ↗am laufenden Band  ugs. · in einer Tour  ugs.
Oberbegriffe
  • in einer bestimmten Häufigkeit · in einer bestimmten Regelmäßigkeit · mehr oder weniger oft · mehr oder weniger regelmäßig · mit einer bestimmten Auftretenswahrscheinlichkeit · mit einer bestimmten Häufigkeit  ●  so oft  Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
ausdauernd · ↗beharrlich · ↗hartnäckig · ↗konstant · ↗standhaft · steif und fest (behaupten) · ↗unablässig · ↗unbeirrt · unentwegt · ↗unermüdlich · ↗unverdrossen
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›unentwegt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›unentwegt‹.

Verwendungsbeispiele für ›unentwegt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Genau weiß ich es nicht, aber ich erinnere mich, unentwegt geohrfeigt worden zu sein.
Der Tagesspiegel, 01.06.2001
Und sie hielten sich auch nicht unentwegt an den Händen.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 76
Ein junger Mann trinkt unentwegt einen Whisky nach dem anderen.
Die Zeit, 24.10.1969, Nr. 43
Er schaute unentwegt an den Wänden hinauf, von einer Wand zur andern.
Langhoff, Wolfgang: Die Moorsoldaten, Stuttgart: Verl. Neuer Weg 1978 [1935], S. 292
Er sprach sehr ruhig und sah mir unentwegt in die Augen.
Schulze, Ingo: Simple Storys, Berlin: Berlin-Verl. 1998, S. 238
Zitationshilfe
„unentwegt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/unentwegt>, abgerufen am 14.04.2021.

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